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Köterberg-Anzeige: Bisher gehörte Zeugen bestätigen Aussage des gestürzten Bikers nicht

„Ermittlungen sind noch in der Schwebe“

Köterberg (jl). Seit Mittwochnachmittag steht es in Köterberg: das von der Stadt angeschaffte Messgerät, das die Zahl der passierenden Fahrzeuge und auch deren Tempo erfassen soll.

veröffentlicht am 10.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:21 Uhr

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Durch die Zählung will man im Lügder Rathaus belastbare Zahlen gewinnen, um die Situation im Ort besser einschätzen zu können (wir berichteten). Denn die in dem 70-Seelen-Dorf lebenden Menschen fühlen sich durch den Lärm der vielen vor allem an Schönwetterwochenenden den Berg hinauffahrenden Motorräder erheblich belästigt und fordern zumindest ein zeitweises Fahrverbot etwa an bestimmten Sonn- und Feiertagen.

Ob ein solches Verbot rechtlich zulässig wäre, steht allerdings noch dahin. Entscheiden müsste darüber letztlich das Straßenverkehrsamt des Kreises Lippe, in Absprache mit der Polizei, der Lügder Stadtverwaltung und Köterbergs Ortsbürgermeister.

Doch der Kreis steht dabei bekanntlich vor einem Dilemma: Er muss abwägen zwischen dem Ruhebedürfnis der lärmgeplagten Köterberger und dem Nutzwert eines touristischen Anziehungspunktes in der Region, der Biker aus nah und fern ins Lippische lockt – ganz zu schweigen von den Umsatzeinbußen, die das Köterberghaus hinzunehmen hätte.

Ebenfalls noch offen ist derweil, was aus der Anzeige gegen unbekannt wird, die ein Kradfahrer aus dem Kreis Hameln-Pyrmont im Juni wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr erstattet hatte. Zur Erinnerung: An Pfingsten will der Mann nach eigenen Angaben mit seiner Maschine gestürzt sein, als gegen den Motorradlärm protestierende Anwohner ihn am Wegfahren gehindert haben sollen.

„Die Ermittlungen sind noch in der Schwebe“, erklärte Lippes Polizeisprecher Uwe Bauer gestern auf PN-Anfrage. Die Aussagen der bisher gehörten Zeugen beim Verkehrskommissariat in Detmold hätten die Angaben des Kradfahrers nicht bestätigt.

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