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Schüler erstellen Bilddokumenation zumThema NS-Zeit

Erinnerung ans Ghetto

DETMOLD. Schüler des Felix-Fechenbach-Berufskollegs stellen im Landesarchiv NRW (Abteilung OWL, und im Stadtarchiv Detmold ihre Projektarbeit zum Warschauer Ghetto vor. Die digitale Medienpräsentation wird nun die Ausstellung „Detmold und das Warschauer Ghetto“ ergänzen. Ein SS-Mann aus Detmold, Jürgen Stroop, führte das Kommando, als vor 75 Jahren das Warschauer Ghetto geräumt wurde.

veröffentlicht am 06.03.2018 um 17:39 Uhr

Archivarin Dr. Bärbel Sunderbrink (5.v.l.) bedankt sich bei den Schülern des Felix-Fechenbach-Berufskollegs und Schulleiter Wolfgang Wilden (4. v. r.) im Namen der Stadt Detmold für die Erstellung einer Medienpräsentation zum Warschauer Ghetto. Foto:
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Für ihre Präsentation haben Schüler das Wirken des SS- und Polizeiführers Jürgen Stroop mit Bildern aus seinem berüchtigten Bericht „Es gibt keinen jüdischen Wohnbezirk in Warschau mehr“ dokumentiert. Er ließ im Ghetto Haus für Haus durchkämmen. Die jüdischen Widerstandskämpfer hatten gegen den Einsatz schwerer Waffen keine Chance. Nach sechs Wochen war der ungleiche Kampf verloren. In ihrer Bilddokumentation stellen die Schüler dem Wirken Stroops das Schicksal einzelner Opfer gegenüber. Zeugnisse unter anderem der Biografien von Emil Ringelblum, Archivar des Untergrundarchivs des Warschauer Ghettos, und Mary Berg, einer Holocaustüberlebenden, wechseln mit Bilderzyklen anonymer Opfer, die meist in den Vernichtungslagern den Tod fanden.

Die Idee zu dem Schülerprojekt entstand im Rahmen der Vorbereitung der zentralen Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer der NS-Herrschaft am 27. Januar, der in diesem Jahr vom Felix-Fechenbach-Berufskolleg ausgerichtet worden war. Erarbeitet wurde die Bilddokumentation im Religionskurs des beruflichen Gymnasiums unter Anleitung von Priscilla Slabon. Unterstützung fanden die Schüler bei Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink und Archivpädagogin Heike Fiedler.

„Die Schüler betonten, dass die Beschäftigung mit den Biographien die NS-Verbrechen für sie greifbarer gemacht haben.


Die Ausstellung „Detmold und das Warschauer Ghetto“ ist noch bis zum 27. April im Landesarchiv NRW, Abteilung OWL und im Stadtarchiv Detmold, Willi-Hofmann-Straße 2, zu sehen.red

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