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Bad Pyrmonts Brückenbau-Problem dürfte sich auch auf Lügder Zeitplan auswirken

Emmerbrücke noch länger Nadelöhr?

LÜGDE. Seit 8. Juli 2014 ist sie teilgesperrt – Lügdes mittlerweile 48 Jahre alte Emmerbrücke im Verlauf der Eschenbrucher Straße. Der offiziell noch aktuelle Plan der nordrhein-westfälischen Baubehörde „Straßen.NRW“ sieht ab Frühjahr 2019 einen Ersatzneubau vor.
Aber dieser Plan wird wohl kaum einzuhalten sein.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 20:07 Uhr

Ortstermin an der Eschenbrucher Straße: Polizei-Bezirksbeamter Uwe Büker (v.li.), Melanie Obenhausen (Kreis Lippe), sowie Bauingenieur Clemens Rohr und Ordnungsamtsleiter Manfred Engel aus dem Lügder Rathaus überlegen, ob und wie sich die Verkehrsfüh
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Schuld sind die aktuellen Probleme an Bad Pyrmonts Heemsteder Brücke. Wegen der überraschend instabilen Gründung des südlichen Widerlagers wird die Fertigstellung der im Frühsommer abgerissenen Flussquerung sich verschieben (wir berichteten). Laut bisherigem Zeitplan sollte die neue Heemsteder Brücke noch 2018 stehen. Dass daraus höchstwahrscheinlich nichts wird, dürfte auch den Zeitplan Abriss und Neubau der Lügder Brücke ins Wanken bringen. Denn die Straßenbau-Planer beider Länder hatten abgestimmt, dass NRW sein Lügder Projekt startet, wenn wieder beide Pyrmonter Emmerqueren befahrbar sind. Wie „Straßen.NRW“ mit der Situation umgeht, ließ sich am Freitag allerdings nicht in Erfahrung bringen. Alle Mitarbeiter der Bielefelder Behörde, die mit dem Projekt zu tun haben, sind aktuell im Urlaub.

Anders Lügdes Bauamtsleiter Gregor Günnewich. Dass er den von Straßen.NRW angepeilten Zeitplan für sehr ehrgeizig hält, hatte er Lügdes Baupolitikern schon im April im Fachausschuss erklärt. Die aktuelle Hiobsbotschaft aus Hameln schürt seine Skepsis. Verantwortlich für Lügdes Brücke ist zwar das Land. Aber Günnewich hat reichlich Erfahrung mit Genehmigungsverfahren. Er weiß, dass die ihre Zeit brauchen, vor allem in Naturschutzgebieten.

„Wir haben im Normalfall vier Emmerbrücken im Talkessel“, sagt er. „Es wäre schon besser, wenn die Heemsteder Brücke wieder unter Verkehr wäre, wenn es bei uns losginge.“ Nicht zuletzt, weil Lügdes Innenstadt dann weniger Durchgangsverkehr verkraften müsste.

Sowie aus Hameln ein konkreter neuer Zeitplan vorliegt, will Günnewich das Gespräch mit Straßen.NRW suchen.

Erst dieser Tage hat Lügdes marodes Emmerbrücke übrigens mehrere Behördenvertreter von Stadt, Kreis und Polizei beschäftigt. Nach einigen Unfällen aus der Vergangenheit, dievor dem Amtsgericht Blomberg landeten, wurde überlegt, die Situation mit einer Ampel zu entschärfen. Lügdes Bauamtschef vermutet allerdings, „dass die jetzige Regel so bestehen bleibt“. Nicht zuletzt, weil eine Ampel die Gefahr von Rücktaus in Richtung Südkreisel bergen könnte.

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