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Sieben fremde Tiere in Elbrinxen

Elbstörche flüchten vor der Flut

Elbrinxen. Nässe, Kälte, Wind und Regen, dann der Wetterumschwung mit Temperaturen von über 30 Grad und jetzt auch noch das: Sieben fremde Störche scheinen sich in der Elbrinxer Storchenstation wohlzufühlen und haben sich dort, auf den Wiesen um die kleine Einrichtung herum, niedergelassen. Normalerweise, da ist sich Vereinsvorsitzender Günter Kopei sicher, immer ein Grund zur Freude, doch in diesem Jahr habe es schon genug Unruhe in der Station gegeben. Im Mai waren zwei Storchenkinder aufgrund der Witterungsbedingungen gestorben, drei weitere mussten von ehrenamtlichen Helfern aufgepäppelt werden.

veröffentlicht am 26.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

jennifer bremer
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Jetzt bangt der Tierfreund erneut um „seine“ Störche: „Hoffentlich kommt keine zu starke Rivalität zwischen den alt eingesessen Paaren und den neuen Störchen auf.“ Denn die, erzählt er, könne ziemlich heftig ausfallen: „Das kann sogar soweit gehen, das einer dem anderen die Eier aus dem Nest kullert“, sagt Kopei. Doch weil alle Küken in der Elbrinxer Station bereits geschlüpft sind, muss er sich darüber keine Sorgen mehr machen. Dennoch: Die fremden Störche, so sagt er, haben es auch auf das Futter abgesehen, das die ehrenamtlichen Helfer den Paaren für ihre Jungen zufüttern. Das sei jedoch dringend notwendig, weil die Kleinen durch den langen Regen und die kühlen Temperaturen „sowieso schon einen so schlechten Start ins Leben hatten“.

Wie alt die fremden Störche sind, vermag Günter Kopei nicht zu sagen: „Mit etwa drei Jahren sind die Tiere erwachsen und geschlechtsreif. Dann sehen sich sehr ähnlich, da ist eine Ferndiagnose nicht drin.“ Und beringt sei auch keiner der „Neuen“. Deshalb wisse er auch nicht mit Sicherheit, woher die Störche kommen. Kopei vermutet jedoch, dass sie aus den Hochwassergebieten an der Elbe kommen. Denn dort, wo der Tisch normalerweise reichlich gedeckt ist, sei derzeit nichts Fressbares zu holen.

Die drei geschwächten Jungstörche sind inzwischen übrigens wieder putzmunter und wohlbehalten zu ihren Eltern ins Nest zurückgekehrt. Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage haben ihnen weit weniger zu schaffen gemacht, als Regen und Kälte im Mai, denn die Storcheneltern versorgen ihre Kinder nicht nur mit Futter, sondern auch mit ausreichend Wasser.

Wer sich für die Tiere interessiert und sie gerne einmal aus der Nähe betrachten will, ist dazu herzlich am Samstag, 6. Juli, eingeladen. Denn dann feiert der Storchenverein sein jährliches Fest. „Es gibt Gegrilltes, Kuchen, Kaffee, andere Getränke und Musik vom Posaunenchor Elbrinxen“, sagt Organisator Heinz Meyer. Los geht’s um 10 Uhr.

Die Storchenfamilien in der Elbrinxer Storchenstation müssen sich ihr Zuhause seit einigen Wochen mit sieben anderen Störchen teilen. Die, so vermutet Günter Kopei, kommen wahrscheinlich aus der Elbregion.

jbr (2)



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