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Eilantrag ans Verwaltungsgericht soll auch aufschiebende Wirkung erzielen und nährt damit Hoffnung auf Standorterhalt

Elbrinxer Eltern klagen gegen Einschulung in Rischenau

Elbrinxen/Minden (jl). Die Elbrinxer Eltern Oliver und Sandra Jürgens kämpfen weiter für den Erhalt es Grundschulstandorts in ihrem Dorf. Jetzt auch vor Gericht. „Heute haben wir die Klage per Fax an nach Minden geschickt“, sagte Jürgens‘ Anwalt Harald Evers gestern auf PN-Anfrage.

veröffentlicht am 11.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:41 Uhr

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Mit der Klage vor dem Verwaltungsgericht will sich das Elbrinxer Elternpaar gegen die anstehende Einschulung seines Sohnes in Rischenau und die damit drohende Auflösung der Verbundschul-Standorts Elbrinxen wehren. Denn dass er und die zwölf weiteren Mädchen und Jungen aus dem Einzugsbereich Elbrinxen nach den Sommerferien im Nachbarort eingeschult werden sollen, falls die Bezirksregierung keine Ausnahmegenehmigung erteilt, hatten sowohl der Schulausschuss als auch der Rat der Stadt Lügde im Juli beschlossen (wir berichteten).

Weil die Lügder Politiker dabei auch den von der Stadt empfohlenen sofortigen Vollzug abgesegnet hatten, wehrt sich Anwalt Evers im Auftrag der Familie Jürgens nun auch dagegen. „Wir haben einen Eilantrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gestellt“, erklärt der Lemgoer Jurist. Gebe das Gericht diesem Antrag statt, dann könne der Vollzug der Einschulung aller Südstadt-Erstklässler in Rischenau so lange außer Kraft gesetzt werden, bis die letzte Gerichtsinstanz entschieden habe.

Für die betroffenen Eltern hat das zwei Folgen: Sie können nun zwar noch länger auf den Fortbestand des Elbrinxer Grundschulstandorts hoffen – allerdings um den Preis, momentan weder den tatsächlichen Schulort noch die künftige Klassenlehrerin für ihren Nachwuchs zu kennen.

Die Zeitfrage ist in Evers’ Augen allerdings ganz entscheidend – wollen sich doch am 9. September die Politiker im nordrhein-westfälischen Landtag zu einer Sondersitzung zum Thema Schule treffen. Dort und in der Folgezeit, so hofft er, könnten Beschlüsse getroffen werden, die den wegen der aktuell zu niedrigen Schülerzahlen von der Auflösung bedrohten Schulstandort Elbrinxen retten könnten.

Der Jurist ist überzeugt, dass die Lügder Stadtverwaltung die aktuelle politische Tendenz – nämlich den im Düsseldorfer „Schulfrieden“ bekundeten Willen zum Erhalt kleiner Grundschulen auch mit jahrgangsübergreifendem Unterricht – noch stärker in ihre Planung hätte einbeziehen müssen. Die Stadt könne nicht einerseits bei der Bezirksregierung eine Ausnahmegenehmigung zur Einschulung in Elbrinxen beantragen und andererseits die Einschulung nur in Rischenau ins Kalkül ziehen. „Das ist wie ein Dackel, der sich dreht, um sich in den Schwanz zu beißen“, sagt Evers. Hinzu komme: Würde jetzt nur in Rischenau eingeschult, dann könnte das 2012 die Chance auf einen jahrgangsübergreifenden Unterricht verbauen, weil dann in Elbrinxen der zweite Jahrgang fehle.



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