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Geldinstitute schreiben von „Optimierung der Servicequalität“

Elbrinxen: Kombi-Automat noch im September am Netz?

ELBRINXEN. Die Sparkassen-Filiale ist seit Ende Juni dicht, die Volksbank will in zwei Monaten nachziehen – und nun nennen beide Geldinstitute die Einigung auf einen gemeinsamen Geldautomaten im Dorf ein „klares Bekenntnis zur Region“. So steht es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Finanzdienstleister.

veröffentlicht am 02.08.2016 um 22:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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ELBRINXEN / BLOMBERG / PADERBORN. Erst schließt das eine Geldinstitut seine Filiale, und dann kündigt das andere an, nachzuziehen. Kunden der beiden Finanzdienstleister in Lügdes größtem Ortsteil Elbrinxen, die ihre Geldgeschäfte bisher in den dortigen Zweigstellen der Sparkasse Paderborn-Detmold oder der Volksbank Ostlippe abgewickelt haben, sind frustiert. Denn der Rückzug, über den die Volksbank-Kunden am Sonntag schriftlich informiert wurden (PN vom Montag) bedeutet faktisch: wieder ein Stück Infrastruktur weniger im Dorf – und nun in der Branche alle drei Arbeitsstellen vor Ort weg. Wie schon ihre Sparkassen-Kollegen, so wird die Volksbank-Mitarbeiterin in eine andere Filiale wechseln.

Wer bisher sein Bargeld in Elbrinxen zog oder noch zieht, kann immerhin aufatmen. Denn beide Geldinstitute haben sich auf einen von all ihren Kunden kostenlos nutzbaren gemeinsamen Geldautomaten verständigt. „Die gegenseitigen Freischaltungen erfolgen zum 1. Oktober“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Sparkasse und der Volksbank.

Beide Geldinstitute legen in dieser Mitteilung den Fokus auf die so gewährleistete „weiterhin flächendeckende Bargeldversorgung“. In dem Schreiben ist weiterhin von einer „Optimierung der Servicequalität“ die Rede.

Der nun ausgehandelte Deal funktioniert quasi überkreuz: Die Volksbank-Kunden dürfen den Automaten im Foyer der vor rund einem Monat geschlossenen Elbrinxer Sparkassen-Filiale gebührenfrei mitnutzen. Im Gegenzug wird das den Sparkassen-Kunden am Volksbank-Automaten in Schwalenberger gestattet.

Sparkassen-Sprecher Olaf Saage in Paderborn und Volksbank-Vorstand Hans-Jürgen Necker in Blomberg erklärten, mit der Zusammenarbeit stärkten die beiden Unternehmen „den ländlichen Raum und geben ein klares Bekenntnis zur Region ab“. Beide Institute stünden „unverändert zu ihrer Verantwortung für die Region, für die Menschen und für die Mitarbeiter“, heißt es abschließend in der Mitteilung.

Dass es in Elbrinxen künftig weder einen Auszugsdrucker noch einen Überweisungsautomaten, bestätigt Necker auf Anfrage. „Wenn wir uns halten, dann ohne weitere Technik.“ Setzte man das Vorhalten weiterer Geräte ins Verhältnis zur Anzahl der Nutzer, „würde sich das auf keinen Fall rechnen“, sagt der Volksbank-Chef. Sparkassen-Sprecher Saage räumt indes ein: „Mit dem Automaten lösen wir nicht das Kernthema der Schließung.“

Laut Saage ist der Sparkassen-Automat zwar „abgeklemmt, aber noch nicht komplett abgebaut“. Das Zeitfenster zum Reifen der gemeinsamen Sache erscheint ihm „noch sehr, sehr optimal“. Saage: „Es hat nur vier Wochen gedauert, darüber nachzudenken.“ Nun sei man bemüht, das Gerät schneller ans Laufen zu bringen.

Die Beschlüsse beider Finanzdienstleister zum Rückzug nennt er „individuelle geschäftspolitische Entscheidungen“. Bevor die fielen, sprächen sich Mitbewerber nicht untereinander ab.



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