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In Lippe lockt die Abstimmung über Koalition

Eintrittswellchen bei der Lügder SPD

Lügde. In Berlin verhandeln SPD und Union gerade am Koalitionsvertrag. Ob am Ende eine Regierung dabei herauskommt, oder vielleicht Neuwahlen angesetzt werden müssen, steht noch aus. Sollte die Sondierung erfolgreich sein, sollen bei den Sozialdemokraten alle Mitglieder mitbestimmen, ob die große Koalition entstehen soll oder nicht. In einer bundesweiten Abstimmung kann dann wirklich jedes Parteimitglied, das spätestens am 13. November eingetreten ist, seine Stimme abgeben.

veröffentlicht am 22.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

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Vielerorts verursachte das einen kleinen Ansturm auf die Parteiverbände. Auch in Lippe stiegen die Mitgliederzahlen in den Wochen vor der Frist. „Wir hatten wöchentlich etwa 20 Neueintritte“, so Geschäftsführer des SPD-Kreisverbandes Lippe, Rainer Brinkmann. „Allein die Möglichkeit, an so einer wichtigen Entscheidung mitzuwirken, ist für viele ein Anreiz, sich für die Mitgliedschaft zu entscheiden“, sagt er. Neben der Urabstimmung zur großen Koalition stehen die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen 2014 an. „Da gibt es erfahrungsgemäß immer ein paar Eintritte mehr“, erklärt Brinkmann. Beide Politereignisse zusammen seien die vorrangigen Gründe für einen Parteieintritt. „Je mehr SPD in der Koalition steckt, desto mehr Menschen stehen auch darunter“, so Brinkmann. Wollen die Neumitglieder etwa die Große Koalition vereiteln? „Die Meinungen sind da verschieden. Manche sind eingetreten, um dafür zu stimmen, andere wollen sie verhindern“, sagt Brinkmann.

Die Zahl der Mitglieder in Lügde stieg kurz vor dem 12. November gerade einmal um drei. „Sie waren zuvor schon im Umfeld der SPD, konnten sich anscheinend noch nicht zu einer Mitgliedschaft entschließen. Aber die Abstimmung gab noch den letzten Ruck“, so Jörg Eickmann von der Lügder SPD. Insgesamt sank die Mitgliederzahl der SPD in der Osterräderstadt in den letzten zehn Jahren von 97 auf 90. „Vorwiegend durch Krankheit oder ähnliches“, wie Eickmann erklärt. 2007 gab es wieder einen kleinen Einschnitt, die Zahl sank auf 79 Mitglieder. Vier Jahre später stieg sie auf 86. „Nach der Bürgermeisterwahl traten insbesondere jüngere Lügder in die SPD ein“, so Eickmann.

Wann die Mitglieder ihre Stimmzettel bekommen, hängt von der Verhandlungsdauer in Berlin ab. Brinkmann geht von der ersten Dezemberwoche aus. Zur Abstimmung käme dann jedem Mitglied ein Stimmzettel samt Koalitionsvertrag ins Haus. Das Verfahren sei das gleiche, wie bei einer Briefwahl.

jmr



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