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Herrlich politisch unkorrekt: „Bademeister Schaluppke“ in Elbrinxen

Einsatz im Erlebnisbad

Elbrinxen. Das Elbrinxer Publikum ging am Freitagabend aufgekratzt aus der „Marktscheune“ nach Hause. Hatte es doch eine Menge bei Robbi Pawlik lernen können, der in seiner Paraderolle als „Bademeister Rudi Schaluppke“ den fast ausverkauften Laden so richtig aufmischte. Schon zur Eingangsmusik „Pack die Badehose ein“ klatschte das Saalvolk frenetisch mit, und die in den ersten Reihen reichlich in orangener Dienstkleidung Anwesenden der Elbrinxer DLRG („Ach, die Müllabfuhr ist auch da!?“) bekamen gleich die ersten Aufgaben. Zur geografischen Orientierung über Schaluppkes Arbeitsplatz stellten zwei den Kölner Dom dar, und auch der im Süden Kölns liegende Verteilerkreisel bekam sein personelles Sinnbild. So wurde allen klar: Schaluppke arbeitet im Erlebnisbad Köln-Zollstock, „wo der soziale Punkt am Brennen ist.“

veröffentlicht am 17.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:21 Uhr

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Herrlich politisch unkorrekt nimmt er seine Klientel auf die Schippe und schaut den Leuten aufs Maul. Seinem rückenmarksgesteuerten Murat mit der neuesten Undercut-Haarmode und einem Kilo Gel oder Pomade in der Frisur verordnet er die Hallebadkapp, einen der kleidsamen Fußschoner aus blauem Plastik, wie sie in Krankenhäusern getragen werden. Auch wenn dieser sich wehrt – „Schaluppke, bin ich schwul?!“ – er setzt sich durch.

Pawlik bringt das Publikum zum Toben, streut kleine Gesangseinlagen ein und animiert zum Mitmachen. Bereitwillig gehen alle mit, zumal er nie beleidigend wird sondern immer Sympathie und ein Augenzwinkern für seine Bad-Besucher hat. Sein Flirt mit Lieblingsoma Krause, die Annäherungsversuche der Polin Frau Butzkowski an der Kasse, die für ihn Kaffee aus Bockwurstwasser kocht und ihn mit einem polnischen Kinderlied aufheitert, lassen bei den Zuhörern die Lachtränen fließen. Seine Jungs aus der Türkei, Weißrussland und Albanien hat er rhetorisch im Griff, und manchmal geht’s auch unter die Gürtellinie, wenn er fragt, was denn die Bademeisterin nach dem Sex sagt: „Raus aus meinem Becken!“

Während er mit der Köln-Zollstocker Multikulti-Gesellschaft locker und gelegentlich rotzig umgeht („Vater aus dem Westen, Mutter aus dem Osten, Kind wächst zweisprachig auf. Das ist Integration!“), hat er doch sein Feindbild. Das ist Opa Heinrich, morgens erster Schwimmer und stramm rechts. „Erlauben Sie mal, ich habe das Eiserne Kreuz,“ raunzt der. Schaluppkes Antwort: „Na und, Oma Krause hat’ne Hüfte aus Titan! Und außerdem, seit 5.45 Uhr wird zurückgeschwommen, nehmen sie die rechte Bahn!“

Lang anhaltender Beifall, Trampeln und Johlen zeigen nach einer Zugabe, dass er in Elbrinxen hervorragend ankommt.ar

„Der weiße Hai vom Beckenrand“: Mit großer Klappe und als Kenner wirklich aller Bademeisterwitze legte Bademeister Rudi Schaluppke“ in der „Marktscheune“ richtig los.ar



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