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Wie die Schützen in Sabbenhausen ihre Majestäten feiern

Eine Party für den König

SABBENHAUSEN. Wenn Elvis Presley zwischen Roland Kaiser und den Flippers durchs Festzelt tobt und Kiss die gut 400 Fans in Ekstase versetzt – dann muss Schützenfest in Sabbenhausen sein. „Seit elf Jahren stellen die Einwohner von Sabbenhausen für das frisch gekrönte Königspaar des Schützenvereins und dessen Hofstaat eine Show auf die Beine, die sich zum wichtigsten Event nach der Proklamation gemausert hat“, erklärt Jörg Hundertmark die „Überraschungsparty“ am frühen Sonntagabend, die einst die Tradition des Schützenfestes auf etwas verrückte Weise aufbrechen sollte und nun mittlerweile selbst schon Tradition geworden ist.

veröffentlicht am 13.06.2016 um 20:43 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Gemeinsam mit dem gebürtigen Engländer Bob Moor kam er auf die Idee, eine in den Jahren zuvor durchgeführte Karaoke-Stunde neu aufzuziehen. „Und zwar so richtig mit Kostümen und Show. Und natürlich Live-Gesang.“ Bob Moor startete die neue Ära mit „I am what I am“ von Shirley Bassey. „Hat er schon zuvor beim Karaoke mit seiner Stimme brilliert, war er aus den Shows einfach nicht mehr wegzudenken“, berichtet Hundertmark von der Herausforderung, auf den wichtigsten kreativen Kopf und großen Künstler diesmal verzichten zu müssen: „Bob ist unser König und konnte deshalb natürlich nicht an den Vorbereitungen zur Überraschungsparty teilnehmen.“

Zwei Unterschiede gibt es für die Showstars gegenüber den Karaoke-Künstlern: „Die müssen natürlich eine gute Show hinlegen und sie müssen den Text auswendig kennen“, fasst Bob Moor drei Monate Vorbereitungszeit in diesem knappen Satz zusammen. Hundertmark und Moor bereiten gemeinsam mit Gunnar Hagemann und Elena Marx die Künstler auf ihren großen Auftritt vor. „Wir haben das ganze Jahr schon Musiktitel zusammengetragen, von denen wir annehmen dürfen, dass sie zum Hofstaat passen, zu den Gästen und zu den Künstlern, die sie vortragen werden.“ Bob Moor weiß noch, dass man mit zwei Wochen Einüben begonnen hat. „Dann wurde das ganze immer aufwendiger, die Choreografie immer ausgefeilter und auch die Kostüme müssen stimmig sein.“ Jörg Hundertmark ist Großrequisiteur: „Ich habe Requisiten für ein ganzes Orchester, alleine gut 15 Gitarren. 20 bis 30 Perücken. Kleidung von der Schürze über Rocker-Lederjacken bis hin zu einem Königinnengewand.“ Und es kommt jedes Jahr etwas hinzu.

Bob Moor erinnert sich noch an eine Schlägerei vor zwei Jahren im Zelt: „Die Gäste waren schon sehr irritiert, bis die Randalebrüder auf einmal den Rhythmus gefunden hatten und zu tanzen begannen – das war eine unserer verblüffendsten Inszenierungen.“ In diesem Jahr stand er vor dem selben Problem wie seine Regiekollegen: „Ich durfte nicht mitmachen – nur meine beiden Wünsche angeben. Das war schon hart.“ Aber er wurde mit einer tollen Überraschungsparty belohnt. Wieder einmal haben sich rund 50 Stars eingefunden, dazu die Kinder der Tanzgruppe, um ihrem König mit Musik zu huldigen. „Und es war schon sehr berührend, wie Bob Moor und seinem Hofstaat bei ‚Rule Britannia‘ die Tränen in die Augen gestiegen sind.“

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  • König Bob Moor (re.) ist zum ersten Mal nicht Teil der Show, sondern darf mit seiner Königin Ramona Angermann und seinem Hofstaat die Aufführung genießen. Foto: yt
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  • In stilechtem Outfit grüßen „die Flippers“ musikalisch. Foto: yt


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