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So stellt sich „Lügde Marketing“ auf

Eine neue Ära bricht an

Lügde / Rischenau. Nach dem überraschenden Rücktritt seines Gründungsvorsitzenden Burkhard Fasse im letzten Herbst hat der Verein „Lügde Marketing“ eine neue Ära eingeläutet: Nicht nur, dass mit Meinolf Haase nun der bisherige zweite Mann im Vorstand an die Spitze gerückt ist und es mit Daniel Tölke einen neuen zweiten Vorsitzenden gibt. Auch die von der Stadt bezahlte hauptamtliche Marketing-Mitarbeiterin bekommt einen Posten im Vorstand. Die Frage „Wo ist denn hier Carolin Nasse?“, sei mit Blick auf die Vereinsspitze wiederholt laut geworden, sagte Lügdes Bürgermeister Heinz Reker, als er während der Mitgliederversammlung am Mittwochabend in der Rischenauer „Paradiesmühle“ die anstehende Neuausrichtung des Marketing-Vereins ansprach. Nasse solle nicht länger nur als ausführende Stelle betrachtet werden, fand Reker. Das würde ihrer Rolle als „Motor“ diverser Projekte, wie Meinolf Haase sie nannte, nicht gerecht. Deshalb soll für die Mitarbeiterin, die Mitte 2012, mit 25, ihren Job in der Tourist-Info des Lügder Rathauses antrat, die Funktion einer Geschäftsführerin geschaffen werden. Da das ohne Satzungsänderung aber nicht zu machen ist, wird Nasse nun einstweilen Schriftführerin. Alle drei neuen Vorstandskräfte wurden von den etwa 40 anwesenden Mitgliedern einstimmig gewählt.

veröffentlicht am 13.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:15 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Doch die Personalien markieren nicht den einzigen Umbruch: Statt des bisherigen Beirats sollen die in der Vergangenheit schon einmal installierten Arbeitskreise wieder eingeführt werden. Fünf Gruppen wird es geben, verteilt auf die Bereiche „Handel und Gewerbe“, „Gastronomie und Hotellerie“, „Veranstaltungsmarketing“, Stadt- und Dorfentwicklung“ sowie „Heimat, Natur und Geschichte“. Darin solle „jeder mitarbeiten dürfen, der Interesse hat“, betonte der Bürgermeister. In der Zeit zwischen Ostern und dem Beginn der Sommerferien sollen alle Vereinsmitglieder eingeladen werden, in den Arbeitskreisen mitzuwirken. Eine Liste zum Eintragen machte noch am Abend der Versammlung die Runde im Saal, während die Besucher sich vor der Wahl mit Eintopf stärken konnten.

Geplant ist, dass jeder Arbeitskreis einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende wählt, die dann dem Vorstand angehört – wie auch der Bürgermeister kraft Amtes.

Bewährt sich diese Art der Arbeitsorganisation, dann soll die Vereinssatzung 2016 geändert werden. Auch die Kompetenzen der künftigen Geschäftsführerin sind bis dahin festzulegen.

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  • Daniel Tölke

Wie der neue Vorsitzende betonte, soll der Verein künftig auch Lügdes Ortsteile stärker in den Fokus nehmen. Insofern sah Haase die Wahl der „Paradiesmühle“ als Versammlungsort in diesem Jahr als ebenso richtungsweisend an, wie Daniel Tölkes Wahl in die Vereinsspitze. „Wir wollen Marketing für alle Ortsteile sein – von Henkenbrink bis Harzberg und vom Köterberg bis zur Landesgrenze“, betonte Haase, der auch an die Menschen in der Lügder Südstadt appellierte: „Wir sind gern bereit, Ideen und Anregungen anzunehmen.“

Während sich das Gros der Besucher damit noch zurückhielt, wurde indes Kritik laut: Sowohl Bernd Krüger vom Lügder Freibad-Aktionskreis ALF als auch Ponderosa-Wirtin Alexandra Ottolien beklagten die für sie negativen Folgen der Aktionen im Emmerauenpark. „Mir werden die Veranstaltungen langsam zuviel“, sagte Krüger. „Vier, fünf Veranstaltungen im August – das kann ich nicht überleben.“ Wenn das so weitergehe, „machen wir eben eine Einrichtung zu“. Die Gastronomin klagte: „Uns bleiben sonntags auch die Kinder weg.“ Sie schlug deshalb vor, im Park „wenigstens 1 Euro“ Eintritt zu nehmen. Meinolf Haase versuchte, den Streitpunkt zu moderieren. Eine schnelle Lösung für das Problem gab es an diesem Abend jedoch nicht. Stefanie Säumenicht schlug vor, einen Teil des nächsten Benefiz-Nachmittags-Erlöses ans Lügder Freibad abzuführen.

Lesen Sie morgen, welche Veranstaltungen 2015 geplant sind.



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