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Carolin Nasse startet mit viel Lob in ihrem neuen Job

Eine Managerin für Lügdes Zukunft

LÜGDE. Mit Carolin Nasse als Zukunftsmanagerin soll Lügde auch in Zukunft attraktiv und lebenswert bleiben. Am 1. Juli hat die bislang für Tourismus und Stadtmarketing zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung die neu geschaffene Stelle angetreten.

veröffentlicht am 22.08.2018 um 15:48 Uhr
aktualisiert am 22.08.2018 um 16:30 Uhr

Als Zukunftsmanagerin will Carolin Nasse (r.) die Attraktivität Lügdes erhöhen. Dabei wird sie von Tourismusexpertin Alena Vogelsang unterstützt. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Lügde muss die Probleme, die sich aus dem demografischen Wandel und aus der Neuorientierung der „sozialen Marktwirtschaft“ ergeben, offensiv angehen, wenn die Menschen auch in Zukunft gern in der Kleinstadt leben sollen. Die Frage, welche Herausforderungen auf die Osterräderstadt zukommen, hat Politik und Bevölkerung schon 2017 bei zwei Zukunftskonferenzen beschäftigt, die dann in einem „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept“ (IKEK) mündeten.

„Dabei wurden viele gute Ideen gesammelt, von denen wir nicht wussten, wie wir sie letztlich umsetzen sollten“, erinnert sich Lügdes Bürgermeister Heinz Reker (parteilos) an die folgenden Diskussionen. „Als dann letztlich die Politik anregte, eine Stelle zu schaffen für eine Fachkraft, um notwendige Projekte anzustoßen und auch am Laufen zu halten, kam mir sofort Carolin Nasse in den Sinn“, verriet Reker, als er Lügdes erste Zukunftsmanagerin am Dienstag offiziell vorstellte.

Nach ihrem Studium der Geographie, das sie mit der Masterarbeit über das „Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement“ abgeschlossen hatte, trat sie 2012 ihre erste Stelle in Lügde an, wo sie sich als Tourismus- und Stadtmarketing-Expertin ihre Sporen verdiente. „Von Anfang an hatte sie die Verantwortung in diesem Bereich und auch großen Handlungsspielraum“, erinnerte Reker an die Anfänge ihres Wirkens in Lügde, das ihn auch gleich beeindruckt habe. „Sie hat diesen Spielraum von Anfang an ausgereizt, um mit Überzeugungskraft und Nachdruck brachliegende Konzepte wiederzubeleben und neue Projekte anzustoßen.“

Carolin Nasse hat sich in den sechs Jahren ihres Wirkens einen Namen geschaffen in der Geschäftswelt, bei den Vereinen und in der Bevölkerung.

Heinz Reker,, Bürgermeister in Lügde

Reker erinnerte an die Arbeitskreise im Stadtmarketing, die nahezu vollständig eingeschlafen waren, an die Organisation der Lippertage und der Emmermessen. Ihre Ideen wie Ackerbürgerfest, Zickenmarkt und ganz besonders die beliebten „Sonntags im Park“-Kinderveranstaltungen im Emmerauenpark „Damit hat sich Carolin Nasse schon einen Namen gemacht. Und sie erfindet die Lügder Gemeinschaft immer wieder neu, wie zum Beispiel mit dem ‚Novemberleuchten‘, mit dem sie die Lügder wieder ein Stück enger zusammenrücken ließ.“

Carolin Nasse arbeite auch gut mit den Heimat- und Verkehrsvereinen zusammen, binde sie ein in die Entscheidungsfindung und habe gemeinsam mit ihnen die Infrastruktur der Wanderwege deutlich verbessert, sodass Touristen in Lügde aber auch in gemeinsam mit Schieder-Schwalenberg entwickelten Strukturen ein ansprechendes Wanderbiotop fänden.

„Carolin Nasse ist begeisterungsfähig“, befand Heinz Reker, der sich selbst davon mitreißen lässt: „Und sie nimmt alle mit ins Boot und schafft dadurch eine Gemeinschaft.“ Genau diese Eigenschaft habe sie neben ihrer fachlichen Qualifikation dafür prädestiniert, die Zukunft mit den Lügdern zusammen zu gestalten. „Carolin Nasse hat sich in den sechs Jahren ihres Wirkens einen Namen geschaffen in der Geschäftswelt, bei den Vereinen und in der Bevölkerung. Und auch in der Politik. Deshalb wird sie auch bei ihrer neuen Aufgabe weitestgehende Handlungsfreiheit haben“, betont Reker.

Eine ihrer ersten Aufgaben ist das Leerstandsmanagement

Eine der ersten Aufgaben ist das Leerstandsmanagement. „Leerstände in den Ortsteilen genauso wie im Stadtzentrum wirken unattraktiv. Sie laden weder zum Kommen noch zum Bleiben ein“, erklärt die Zukunftsmanagerin, warum sie nun auf die Eigentümer zugehen werde, ihnen Beratung und Unterstützung anbieten werde. „Und wir wollen auch mit Menschen ins Gespräch kommen, die sich für Lügde als Wohnort interessieren.“ Immerhin habe man etliche Pfunde, mit denen man wuchern könne.

Die Vernetzung der Bevölkerung der einzelnen Ortsteile, ein funktionaler öffentlicher Nahverkehr, Ärzteversorgung. Carolin Nasse hat bereits eine große Agenda. Darauf steht auch die Elektromobilität. „Wir werden mit gutem Beispiel vorangehen und uns ein E-Auto als Dienstwagen anschaffen“, sagte Reker. Um sich den Wagen leisten zu können, habe die Stadt bereits die richtigen Fördertöpfe angezapft. Weitere Fördermöglichkeiten aufzutun, werde auch zu den Aufgaben der Stadtmanagerin gehören.

Das alles kann Carolin Nasse nur bewältigen, weil Alena Vogelsang nach ihrer Ausbildung zur Tourismusexpertin von der Stadt übernommen wurde. „Wir werden zwar beide selbstständig arbeiten, aber nicht in völlig getrennten Aufgabenbereichen“, so Nasse. Die Zukunftsmanagerin wird sich weiterhin um touristische Belange und Aufgaben im Stadtmarketing kümmern, und Alena Vogelsang wird sie dafür auch in anderen Bereichen unterstützen. „Ich finde diese Aufgaben auch richtig spannend“, freut sich die Tourismusfachfrau.



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