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Bezirksregierung fördert Ausbau der Qualitätswanderwege und davon soll auch Lügde profitieren

Eine Lücke im Wanderwegenetz

LÜGDE. Die Bezirksregierung Detmold will die Qualitätswanderregion Lippe stärken. Von den rund 2 Millionen. Euro, die in dieses auf drei Jahre angelegte Projekt fließen sollen, sollen auch die Wanderwege im Stadtgebiet von Lügde profitieren.

veröffentlicht am 19.07.2018 um 15:10 Uhr

„Der Mythenweg ist einer der beliebtesten Wanderwege in Lügde“, sagt Carolin Nasse aus der Lügder Tourist-Info. Dieser Weg und der Hummerser Rundwanderweg sind nach aktuellem Stand die höchst bewertesten Strecken im Stadtgebiet. foto: pn-Archiv
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Es geht darum, Qualitätswanderwege zu entwickeln, aber es wird insgesamt auch dazu führen, dass wir Wege, die die Kriterien nicht mehr erfüllen, verlieren werden“, sagt Günter Weigel, Geschäftsführer der Lippe Tourismus&Marketing GmbH (LTM) im Gespräch mit dieser Zeitung.

Lippe und der Teutoburger Wald zählen zu den bekanntesten und beliebtesten Ferien- und Ausflugszielen in Nordrhein-Westfalen. Ein wichtiger Baustein ist dabei das Wanderangebot. Doch die Wanderinfrastruktur erfüllt nicht mehr voll umfänglich die Qualitätsansprüche der Wanderer. Die LTM habe es sich zum Ziel gesetzt, diese Lücke in der Wanderregion Kreis Lippe zu schließen, so Geschäftsführer Weigel. Ziel der LTM sei es, das Wanderwegenetz einschließlich der Wanderinfrastruktur im Kreis Lippe neu zu konzeptionieren und zu stärken. Beispielsweise soll der Einstieg in die Wandertouren und die Leitung der Wanderer durch ein durchgängiges Zielwegesystem und Wegweisungskonzept verbessert werden.

Insgesamt 216 Wanderwege hat der Kreis Lippe erfasst und vorläufig bewertet. 20 dieser Wege finden sich im Gebiet der Stadt Lügde zwischen Köterberg und Kernstadt, dazu kommen noch ein paar gemeindeübergreifende Wege.

Die meisten sind zunächst den Kategorien c und d zugeordnet. „Es wäre gut, auch Wege der Kategorie b ausweisen zu können“, meint Weigel. Nach dem aktuellen Stand kommen dafür nur der Hummerser Rundwanderweg mit rustikalen Bänken und der Lügder Mythenweg als Themenweg infrage. Ein von der LTM beauftragter Dienstleister soll nach einer Bestandsaufnahme in Kooperation mit der Stadt Lügde und den Wandervereinen diese Wege überprüfen und Kategorisieren. Der Auftrag dafür muss laut Weigel noch ausgeschrieben werden, die Arbeit dann zum Ende des Sommers beginnen. „Wir hätten gerne ein halbes Jahr eher begonnen, doch wir mussten den Förderbescheid der Bezirksregierung abwarten“, so der LTM-Chef.

Wege, die mit der Kategorie „a“ versehen sind, erhalten zum Beispiel keine neue Markierung, da sie bereits zertifizierte Wanderwege sind und keine neue Markierung benötigen. Wege, die mit der Kategorie „e“ versehen sind, sind Wege, die demarkiert werden. Die Kategorisierungen haben in keinem Fall etwas mit der Verteilung der Fördermittel zu tun. Auch sagen die Kategorisierungen nichts über eine mögliche Möblierung aus. Das reicht von neuen Informationstafeln und Beschilderungen über Rastgelegenheiten wie Schutzhütten, Bänke, Sitzgruppen und Liegen bis hin zu Sonnenbänke entlang der Wanderwege.

Laut Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann werden im Kreisgebiet jährlich rund 600 Millionen Euro im Tourismus umgesetzt. „Wandern ist dabei neben Gesundheit und Radfahren eine der Kernkompetenzen der Region.“, betonte er bei der Annahme des Förderbescheides. Rund zwei Millionen Euro stehen für das Projekt insgesamt zur Verfügung, etwa 1,6 Millionen Euro davon sind öffentliche Fördermittel. Die Mittel entstammen dem Programm „Regionale Wirtschaftsförderung“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

Information

Die Voraussetzungen

Um als Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“ zertifiziert zu werden, muss eine Region

  • sich in der Wanderwege-Infrastruktur, der Beherbergung und dem Service dem Wandern verschrieben haben,
  • mindestens fünf Tage abwechslungsreichen Wanderurlaub ermöglichen.
  • vom Gast als abgeschlossene Region wahrgenommen werden und sich als solche vermarktet.
  • eine nachhaltige Pflege des wandertouristischen Angebots sicherstellen.
  • mit allen Partnern im Bereich Wandern strukturiert zusammenarbeiten. Das sind zum Beispiel Wandervereine, Tourismusverantwortliche oder Naturschutzverbände.

organisatorisch als Einheit auftreten.

Quelle: Deutscher Wanderverband



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