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Warum die Stadt Lügde im Park die Profis aufpassen lässt

Eine Allee unter Beobachtung

Lügde. „Der Baumbestand hier hat für uns Priorität“, sagt Clemens Rohr im städtischen Bauamt mit Blick auf die Ahorn-Allee im Emmerauenpark. Deshalb schickt er die Fachleute der Sicherheit wegen mindestens einmal jährlich dorthin. Am Montag mussten die Baumkletterer einen pilzbefallenen Ahorn fällen. (jl)

veröffentlicht am 14.12.2015 um 20:14 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Lügde. Seit Jahren schon sieht Helmut Schwengels aus Höxter im Emmerauenpark regelmäßig nach dem Rechten. Dazu erklimmen der Baumkletterer und sein Kollege Marcello Sczesny die teils über 20 Meter hohen Ahorne am Seil. „Der Baumbestand hier hat für uns Priorität“, sagt Clemens Rohr im städtischen Bauamt. Deshalb schickt er die Fachleute der Sicherheit wegen mindestens einmal jährlich in den Park.

Der Wunsch, die Parkbesucher keinem unnötigen Risiko auszusetzen, hatte gestern sichtbare Folgen: Weil ein vom Brandkrustenpilz befallener Ahorn direkt vis à vis von Ankerplatz, Spiel- und Bouleplatz stand, musste er weichen.

Sichtbares Symptom des holz-erweichenden Schmarotzers war ein Loch, dort wo der Stamm aus der Erde wächst. „Die Restwand des Baumes war zwar noch etwa zwei Zentimeter stark“, sagt Sczesny. „Aber man weiß nicht, wie die Wurzeln darunter aussehen“, ergänzt Schwengels. „Außerdem hatte der Baum in den vergangenen Jahren immer mehr Totholz, war also in seiner Vitalität zunehmend eingeschränkt.“

2 Bilder
Baumkletterer Marcello Sczesny hoch oben in einem Ahorn. Hier sägt er nur ein wenig Totholz heraus. Ganz unten am Stamm hatte der Pilz schon ein Loch in den Ahorn gefressen. jl (3)

Generell attestiert der Fachmann einigen der rund 50 Alleebäume keinen besonders guten Zustand – weshalb er sie auch regelmäßig prüft. An möglichen Ursachen mangelt es nicht – von der zeitweiligen Grundwasserabsenkung und der Bodenverdichtung durch die Tunnelbauarbeiten, aber auch anderen Arbeiten mit schwerem Gerät im Park bis hin zu pinkelnden Hunden. „Das bekommt dem Fundament des Baumes nicht“, sagt Schwengels. Nicht zuletzt, weil die Ahorn-Allee von Lippe-weiter Bedeutung ist, soll nachgepflanzt werden.



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