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Die vier Musiker von „alea“ überzeugen nach sieben Jahren Funkstille mit reifem Konzert

Ein Wiederhören mit vermissten Freunden

Ausgereift und anspruchsvoll: „alea“-Frontmann Andreas Philipzen und Carsten Hormes. Foto: yt

veröffentlicht am 26.10.2009 um 19:30 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Lügde. Nach rund sieben Jahren Funkstille ist die Band „alea“ wieder da – zur Freude ihrer Fans. Denn der Lügder Klostersaal war ziemlich voll beim Auftritt von Andreas Philipzen (Gesang, Trompete, Gitarre, Ziehharmonika, Megaphon), seinen Brüdern Matthias (Schlagzeug) und Peter (Gitarre, Gesang) sowie Carsten Hormes (E-Bass, E-Kontrabass). Selbst ganz alte Fans („Ich kenne die Jungs noch aus ihrer Zeit am Gymnasium“) waren gekommen.

Zeugte der herzliche Begrüßungsapplaus von den hohen Erwartungen der Gäste, so bewies ihr begeisterter Beifall zum Ende: „alea“ überzeugt mit ausgereifter, anspruchsvoller Musik, die ihre Zuhörer fordert. Die Texte gehen tief, die darin aufgeworfenen Fragen sind mitunter schon existenzialistisch. Die Musik transportiert aber längst nicht nur die Texte. Sie lebt aus sich heraus, durchbricht Hörgewohnheiten und entwickelt ihre eigene Dynamik. Die vier virtuosen Musiker begeistern durch ihre Detailfreude, die in jeder Phase des Konzerts eine neue Existenz schuf.

Andreas Philipzen spielte – von schüchtern bis herausfordernd – mit seiner Stimme und entwickelte sphärische Klangbilder, auf denen er entrückt zu schweben schien. Und Peter Philipzens Gitarre konnte, dank elektrischer und feinelektronischer Unterstützung, auch blubbern und glucksen. Derweil wuchs das Schlagzeug in den Händen von Matthias Philipzen weit über ein Rhythmusinstrument hinaus, färbte Klangbilder, strickte Muster und wob Räume, in denen sich die Melodien ausbreiten konnten. Und Carsten Hormes’ virtuoses Bass-Spiel hielt nicht nur die Klänge zusammen, sondern gab den Räumen Tiefe, brach aus ihnen aus, legte neue Horizonte frei, denen die Trompete entgegenzuschweben schien, die die Stimme einzuholen versuchte. Zudem setzte Hormes choreografische Akzente mit seinem von der Musik durchdrungenen Körper.



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