weather-image
33°

Jetzt ist auch der Emme-Schonstein weg

Ein Stück Industriegeschichte stürzt

Lügde. Als Abbruchunternehmer Hauke Fickert auf Nachfrage am Telefon erklärte: „Heute Abend ist alles erledigt“, mochte man es kaum glauben. Denn zu dieser Zeit ragte noch immer ein Gutteil des ehemals 50,4 Meter hohen alten Schornsteins auf dem ehemaligen Emme-Gelände in den Lügder Himmel. Und seine Mitarbeiter hatten einen mühsamen Job: Sie brachen die Ziegel mit Handstemmgeräten mit der gebotenen Vorsicht so aus dem Mauerwerk, dass sie nach innen fielen, möglichst wenig Staub aufwirbelten und sich möglichst nicht mit den sortierten Schutzbergen auf dem Gelände vermischten.

veröffentlicht am 04.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:36 Uhr

270_008_7479320_pn300_0410_3sp_jl_Emme_Schornstein_3558.jpg
Juliane Lehmann

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Doch am späten Donnerstagnachmittag ging dann alles auf einmal relativ schnell: Als der Schlot soweit gekürzt war, dass sein Sturz kein Risiko mehr barg, fraß sich der Bagger in die Basis des Bauwerks hinein. Als dann nach etwa einer knappen halben Stunde etwa drei Viertel des Fußes herausgebrochen waren, stürzte der Schlot-Rest programmgemäß um.

Gegen eine Sprengung hatte man sich wegen der damit einhergehenden Staubbelastung entschieden. Nicht zuletzt, um die direkten Nachbarn Euroline auf der rechten, die Unternehmen auf dem ehemaligen Ottomeyer-Gelände auf der linken Seite und Mirschels Betrieb gegenüber nicht über Gebühr zu belasten. Ein weiteres KO-Kriterium dürfe die nahe Bahnlinie hinter dem Emme-Grundstück gewesen sein.

Weil der Umsturz nicht öffentlich angekündigt war, fehlte zwar das ganz große Publikum. Und doch hielten etwa zwei Dutzend vorbeifahrende Autos an, deren Fahrer sich das Finale nicht entgehen lassen wollten. Und wer ein fotofähiges Handy dabei hatte, hielt den Abschied von einem Stück Lügder Industriegeschichte im Bild fest. Und eine Schaulustige staunte: Ich hätte gedacht, das staubt viel mehr.“ mit cg

4 Bilder

Bis der Rumpf des alten Emme-Schornsteins genügend angenagt war, dauerte es am späten Donnerstagnachmittag etwa eine halbe Stunde. Dann stürzrte der Schlot kontrolliert um.cg



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?