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Letztes Konzert in St. Marien

Ein starker Abschied des MGV „Froher Liederkranz“

LÜGDE. Es steckte schon sehr viel Wehmut darin, als der 109 Jahre alte MGV „Froher Liederkranz“ Lügde am Samstagabend in der Pfarrkirche St. Marien seien letzten offiziellen Auftritt bestritt.

veröffentlicht am 19.11.2017 um 14:11 Uhr

Unter Leitung von Werner Möller sang der Chor in der Pfarrkirche St. Marien ein letztes Mal. Foto: afk

Autor:

JoachimKrause
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Seit 1978 gehörte es zur Tradition des Chores, einmal im Jahr bei einer gesanglich begleiteten Messe seiner verstorbenen Sangesbrüder zu gedenken. Diesmal aber war es der Chor selbst, der sich mit diesem Auftritt von der öffentlichen Bühne verabschiedete.

Das einstige chorische Aushängeschild der Stadt Lügde wird nun nicht mehr in Konzerten zu hören sein. Zwar gab Pastor Marc Stücker seiner Hoffnung Ausdruck, dass es gelingen möge, doch irgendwann wieder singfähig zu werden, aber mehr als ein schwacher Trost konnte das nicht sein.

Zwar wird der Verein „MGV „Froher Liederkranz“ weiter bestehen und die Aktiven werden sich auch weiterhin zum gemeinsamen zwanglosen Singen treffen, aber man hat erkannt, den eigenen Ansprüchen nicht mehr genügen zu können. Und so waren es noch einmal 21 Sänger, die letztmals auch unter der Leitung des inzwischen 87-jährigen Werner Möller, der mit Unterbrechungen seit 45 Jahren die musikalischen Geschicke geleitet hatte, gemeinsam auftraten. Und es war spürbar, wie nahe den Aktiven dieses spezielle Ereignis ging.

Der stellvertretende Vorsitzende Hans-Eduard Ricking erinnerte, wie das über Jahrzehnte Tradition im MGV gewesen ist, auch diesmal wieder an die verstorbenen Sangesbrüder. Mit sechs Liedern, darunter „Herr, deine Güte reicht so weit“. „Gott nur allein“ und das „Sanctus“ von Franz Schubert, umrahmten die Sänger trotz des personellen Aderlasses noch einmal konzentriert, stimmkräftig und ausdrucksstark in allen Tonlagen den Gottesdienst und zeigten, was noch in ihnen steckt. Mit „Feierliche Stille“ setzte der MGV „Froher Liederkranz“ den musikalischen Schlusspunkt – fast schon sinnbildlich.

„Mehrere Gottesdienstbesucher sind anschließend noch zu uns gekommen und wollten gar nicht glauben, dass wir nun nicht mehr in Konzerten zu hören sein werden“, berichtet Hans-Eduard Ricking. „Aber unsere Entscheidung steht. Wir wollten uns mit einem erfolgreichen Auftritt verabschieden. Und das hat wirklich gut geklappt. Wir sind sehr zufrieden, und unser Chorleiter war es auch.“



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