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Zum Tod des FDP-Politikers und Falkenhagener Unternehmers Caspar Heinrich Oldemeier

Ein Sozialliberaler mit dem Gemeinwohl im Blick

Falkenhagen. Jahrzehntelang hat er die liberale Kommunalpolitik im Kreis Lippe maßgeblich mitgestaltet, und sein Unternehmen prägte lange Zeit das Leben vieler Menschen in Falkenhagen – am 14. Februar ist Caspar Heinrich Oldemeier im Alter von 83 Jahren gestorben.

veröffentlicht am 21.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Die 1939 aus Spenge im Kreis Herford nach Falkenhagen umgesiedelte Holzverarbeitungs-Firma seiner Familie ließ den Ort zeitweise erheblich wachsen. „Fast jede Familie stellte Mitarbeiter und führt ihre Verwurzelung in Falkenhagen auf diese Firma zurück. Zahlreiche Häuser in Falkenhagen verdanken ihre Anfinanzierung den sozialen Leistungen der Firma Oldemeier“, erinnert sich Oldemeiers Weggefährte Jürgen Hinrichs.

Bekannt war das Unternehmen für die Herstellung von Wäscheklammern und WC-Sitzen nach eigenem Patent. Der Standort Falkenhagen profitierte durch die Unternehmung in vielfältiger Weise. Neben Investitionen in die lokale Infrastruktur wurde auch das soziale Leben des Dorfes gefördert.

Im Juni 1956 trat Caspar Heinrich Oldemeier in die Firma ein und übernahm 1964 die Geschäftsführung. Er entwickelte die Firma weiter und konnte durch den Verkauf von Patentrechten europäische Verbindungen schaffen. Eine dieser Verbindungen führte nach Frankreich – und in den 1990er Jahren schließlich zu einer Produktionszusammenlegung und dem Verkauf der Gebr. Oldemeier GmbH. Die „Olfa“-Sitze werden noch heute in Frankreich produziert.

Weit über Falkenhagen hinaus reichte sowohl das politische als auch das ehrenamtliche Engagement Oldemeiers, den viele „CHO“ nannten. Er zählte zu jenen überzeugten Sozialliberalen, die das Freiburger Programm, eine bedeutende Wegmarke des politischen Liberalismus, mit verabschiedeten. Die kommunale Neugliederung in Lügde, in Lippe trägt mit seine Handschrift. Oldemeiers Arbeit im Gemeinderat , im Kreistag, im Verwaltungsrat der Sparkasse Detmold und anderen Gremien waren geprägt von Sachverstand, aber auch von Freundschaft zu anderen, auch zu politischen Gegnern. Auf Oldemeiers Wort war stets Verlass. Seine Arbeit richtete er am Gemeinwohl aus, als Kommunalpolitiker und in zahlreichen Vereinen seiner Heimat. Auch die Förderung des Fremdenverkehrs lag ihm am Herzen.

Zudem wirkte er nach der deutschen Wiedervereinigung im sachsen-anhaltinischen Siptenfelde am Aufbau demokratischer Kommunalpolitik mit.



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