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So funktioniert die Straßenbeleuchtung mit der Umrüstung auf LED

Ein Schalter knipst alle Lampen an

Lügde. Wenn städtisches Geld für ein Projekt nicht in der erhofften Menge oder vielleicht sogar gar nicht fließt, ärgern manchen schnell die Riesensummen, die die Stadt für Anderes verballert. Tatsächlich aber kostet die eine oder andere Maßnahme letztlich weniger als anfangs kalkuliert. Jüngstes Beispiel: die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die ist nun fast fertig und hat nicht 685 000 Euro gekostet, sondern 505 000 Euro. Weil der Bund ein Viertel dieser Kosten trägt, muss die Stadt für die Umrüstung jetzt nur einen Kredit über knapp 380 000 Euro aufnehmen. Zudem erhofft man sich im städtischen Bauamt durch den Einsatz der „Licht emittierenden Dioden“ Energieeinsparungen von etwa 45 000 Euro pro Jahr. Deshalb soll sich der Tausch der insgesamt 830 alten Quecksilberdampf- in LED-Lampen nun binnen sieben Jahren amortisieren. „Erst hatten wir mit einer Amortisation von achteinhalb Jahren gerechnet“, erklärte Günter Loges jetzt im Bauausschuss.

veröffentlicht am 06.06.2013 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 16:37 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Geschaltet wird Lügdes öffentliche Beleuchtung inklusive der 470 älteren, aber noch nutzbaren Natriumdampflampen jetzt übrigens zentral: Unterschreitet die abendliche Helligkeit eine bestimmte Lichtstärke, dann knipst ein entsprechend programmierter Dimm-Schalter sämtliche Lampen an. „Bis 22 Uhr laufen sie unter Volllast“, erklärt der Bauamtsleiter. Anschließend greife die Halbnachtschaltung. „In Durchgangsstraßen leuchten die Lampen dann mit 45 statt 90 Watt und in Anliegerstraßen mit 19 statt 38 Watt.“ Die Zeiten, als im Dorf nur jede zweite Laterne brannte, sind also vorbei – und gespart wird trotzdem.

Ab 1 Uhr wird’s in den Anliegerstraßen jedoch, wie bisher, völlig finster. Späte Spaziergänger sollten die Taschenlampe also nicht vergessen, bis um 5.30 Uhr (früher 5 Uhr) die Halbnachtschaltung angeht und die LED’s ab 6 Uhr wieder auf voller Kraft laufen, bis das Morgenlicht ausreicht.

Anwohnern, denen „ihre“ neue Straßenlaterne zu hell ist, macht der Bauamtschef übrigens Hoffnung: „Möglich, dass wir einzelne Leuchten noch individuell prüfen lassen und herunterdimmen“ , stellte Günter Loges jetzt im Ausschuss in Aussicht.

Dieser Elbrinxer Storch hat sich mit der LED-

Technik offensichtlich schon angefreundet.

Die Umrüstung von 830 Quecksilberdampf- lampen auf Leuchtdioden ist in Lügde und

seinen Ortsteilen fast abgeschlossen. Nötig wurde sie, weil es ab 2015 für die alten Lam-

pen keine Leuchtkörper mehr gibt. jl

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