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Rischenau: Anbau soll 97 000 Euro kosten

Ein richtig großer Raum für Hausaufgaben

Lügde. Vor wenigen Monaten schien es noch, als sei der kleine Anbau für einen Hausaufgabenraum in der Rischenauer Ganztagsgrundschule (OGS) für 45 000 Euro zu haben. Doch seit Montagabend wissen Lügdes Bau-Politiker, dass diese ursprünglich angepeilte Variante Makulatur ist. Ein Anbau dürfte nun alles in allem 97 000 Euro kosten. Das wird dann jedoch kein eingezogenes Kabuff, das den Schul-Verwaltungsräumen und einem Teil des Kellers obendrein das Tageslicht raubte, sondern ein gleich an die OGS gebautes Zimmer in richtiger Klassengröße.

veröffentlicht am 05.06.2013 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 16:37 Uhr

Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Den Preissprung erklärte Bauamtsleiter Günter Loges damit, dass die Verwaltung den Anbau-Antrag von Schulleiterin Barbara Gutenbeil im Vorfeld der Haushaltsberatungen nur grob habe prüfen können. „Die Schwierigkeiten wurden erst bei näherer Untersuchung klar.“ Dabei habe sich gezeigt, dass auch die kleine Lösung an die 80 000 Euro gekostet hätte.

„Mit dem großen Raum dagegen bildet die OGS eine harmonische Einheit und kann zentral bewirtschaftet werden“, erklärte Loges weiter. Das heißt: Die aus der Lügder Ganztagsgrundschule bekannten logistischen Herausforderungen fallen nun weg. Denn die Kinder müssen nicht unbeaufsichtigt durch die ganze Schule laufen, wenn sie ihre Hausaufgaben machen wollen.

Eine „optimale Lösung“ ist der neue Plan in den Augen von Thorsten Klinge (CDU), der sich zusammen mit Werner Rissiek (FDP) im Vorfeld der Sitzung in Rischenau umgesehen hat. Und auch der Ausschussvorsitzende Thomas Blum (CDU) konnte den aktuellen Plan des von der Stadt beauftragten Architekten nur gutheißen. „Wenn man mehr Geld will, hat das zwar immer einen Beigeschmack, und es ist nicht leicht, den Bürgern die Hintergründe zu vermitteln.“ Aber Blum fand: „Besser, wir erkennen es jetzt und entscheiden fachlich richtig.“

Offen wollte es auch im Nachgang der Sitzung zwar niemand sagen. Aber mancher dürfte nun mit dem Unmut jener Elbrinxer rechnen, für deren Empfinden das nun in Rischenau zu verbauende Geld ebenso gut in die Sanierung der Elbrinxer Schule hätte gesteckt werden können. Doch die macht nun bald dicht.

100 000 Euro wären dort allerdings im Nu für den Austausch der Einfachfenster und ein bisschen Dämmung im Eingangsbereich ausgegeben gewesen, meinte dazu ein Insider hinter vorgehaltener Hand. „Für das Geld hätte man Heizung und Dach nicht einmal anfassen können.“

Weil die Rischenauer Schule und insbesondere ihre OGS ohne den neuen Raum nach den Sommerferien aus allen Nähten zu platzen droht, ist nun Eile geboten. Deshalb werden Lügdes Politiker wohl schon bei der nächsten Ratsitzung am 17. Juni über das Thema entscheiden müssen.

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