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Dr. Berendes einer von sechs Nominierten

Ein Preis für den streitbaren Hausarzt?

Lügde (jl). Den Lügder Hausarzt Dr. Bertel Berendes haben Journalisten landauf, landab schon seit vielen Jahren auf dem Zettel. Seit der heute 67-Jährige dafür kämpfte, angebrochene Tablettenschachteln nicht mehr wegwerfen zu müssen, indem er zurückgegebene Pillen gratis an andere Patienten verteilte, konsultieren die Medien den streitbaren Mediziner regelmäßig, wenn sie einen möglichst knackigen O-Ton aus seiner Branche brauchen. Denn dafür ist „Dr. Blitz“ immer gut.

veröffentlicht am 28.11.2010 um 23:12 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:41 Uhr

Das wird ein spannendes TV.-Duell: Dr. Bertel Berendes (Foto) gegen Prof. Dr. Karl Lauterbach. Foto: Archiv
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Vor einigen Jahren, als sich der drohende Landarzt-Mangel abzuzeichnen begann, verlagerte Dr. Berendes seinen Kampf an diese Front. Im Laufe der vergangenen 40 Jahre, so überschlägt der wohl dienstälteste niedergelassene deutsche Arzt, dürfte er etwa 70 000 Hausbesuche gemacht haben.

Und vielleicht bringt ihm sein Engagement bald einen Preis ein: Gerade haben ihn die „Bild am Sonntag“ und die Technikerkrankenkasse – als einen von sechs Medizinern – für einen Gesundheitspreis nominiert. Im Dezember wird sich dann entscheiden, ob er die „Pulsus“-Statue bekommt.

Die Konkurrenz ist allerdings stark: Zu den übrigen Nominierten in seiner Kategorie zählen eine ausopferungsvolle Klinik-Kinderärztin, ein pensionierter Unfallchirurg und ein Gesichtschirurg, die Menschen in armen Ländern helfen, und ein Kinderarzt mit einem Herz für sozial schwache Patienten.

Selbst, wenn Berendes bei der Prämierung leer ausgehen sollte, so hat sich die Nominierung doch schon jetzt für ihn gelohnt – bot sie doch die Gelegenheit, die Anliegen der Landärzte wieder einmal zu treten. Denn Berendes ist überzeugt: „In die Hausarzt-Praxen gehören die Besten.“ Anders werde die Versorgung der Patienten in Zukunft nicht finanzierbar sein.



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