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Der romantische Weihnachtsmarkt in Lügde kommt beim Publikum an

Ein Markt für alle Sinne

Lügde. Auf den sieben Weltmeeren heimisch hatte der extra zum Weihnachtsmarkt nach Lügde angereiste Pirat „Backenbart Bernd“ es anfangs nicht leicht. Noch nicht so viele neugierige Wesen trieben sich um seine Schatzkiste herum und hielten zunächst auch gebührenden Abstand. Doch der erfahrene Seemann erkannte die Eigenart dieses von ihm aufgesuchten Völkchens recht schnell, forderte sie flugs zum Näherkommen auf und, bevor sie sich versahen, hatte er sie an der Mitmachangel und zauberte in ihre bis dahin skeptischen Gesichter ein breites Lachen.

veröffentlicht am 15.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

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Autor:

Klaus Titze und Carlhermann Schmitt
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Ähnlich geruhsam startete der Samstagnachmittag in der Marktdeele. Doch dann füllte sie sich zusehends und Drängelnde, möglicherweise auch etwas Schutz vor an den Nasen beißender Kälte Suchende ließen sich von den Lichtern und handwerklich schönen Dingen gefangen nehmen. Nasen steckten in Gläsern, verzaubert von Düften, die sie umgaben. Doch es gab neben Beschaulichem auch Einblicke in die aktuelle weltliche Realität. Der seit 20 Jahren in Lügde tätige Eine-Welt-Laden „Die Brücke“ mit Pastor Nolte-Guenther und Ingeborg Schröder bot ein umfangreiches Sortiment an leckeren und schönen Dingen, die mit „Frair-Trade-Siegel“ versehen dem Erwerber vermittelten, etwas Gutes auch für die Erzeuger getan zu haben. David Giesbrecht aus Großenberg beschrieb unermüdlich ein von der evangelischen Freikirche Lügde im Osten Indiens unterstütztes Projekt, die Mission „Vishwa Jyoti“, was übersetzt heißt: Licht für die Welt. In der Region Orissa werden Kinderheime betreut und den Kindern Schulbildung ermöglicht.

Kuschelige Weichheit fanden Besucher beispielsweise bei der aus Neersen kommenden Anja Grages, die nebenbei sogar noch die Muße fand, ein Kissen mit Nadel und Faden fertigzustellen. Eine Möglichkeit zum Kuscheln und Schmusen gab es gerade für Kinder in der Vordere Straße. Die „Ponderosa“ hatte ihre geduldigsten Ponys mitgebracht und einige Mutige trauten sich auch in das kleine Gehege zu den langhaarigen und weihnachtlich dekorierten Vierbeinern. Auch Maximilian schlüpfte durch das Tor hinein, wusste er doch seinen Opa dicht hinter sich. Da konnte ja nichts passieren! Ebenso sicher dürfte sich Hendrieke gefühlt haben, die zusammen mit ihrer Mutter in einer Eisenbahn des Karussells Platz fanden. Beide hatten sichtlich Spaß.

„Das ist unser Lügde“, sang „Moonlight Steffi“ am Abend von den Stufen des Rathauses herab. Neben ihr der Bürgermeister der im Lied gelobten Stadt, Heinz Reker. Der Platz davor war voll. Und es wurde kräftig mitgesungen. Und so überschlug Reker, dass er die Wette verloren habe und erklärte noch eingedenk des Schalker Debakels am Nachmittag: „Ich bin verlieren gewohnt. Und hier haben mehr als 200 Lügder mitgesungen – ich gratuliere also Steffi und werde am kommenden Samstag auf dem Markt Plätzchen verteilen.“ Die gut gelaunte Siegerin sicherte Unterstützung zu.

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Bürgermeister Heinz Reker nimmt die gegen „Moonlight Steffi“ verlorene Wette gelassen hin. yt

Auf dem Markplatz wechselten sich an diesem Wochenende Blasorchester und Posaunenchöre ab. Richtiges Gedränge gab es am Sonntag vor dem Rathauseingang, als die Kindergärten Pusteblume und Tausendfüßler eingeübte Weihnachtslieder anstimmten und ihre familiären Fans ihre kleinen Stars bewundern wollten. Wie überhaupt der Weihnachtsmarkt am Sonntagnachmittag überzuquellen schien. Wer es besinnlicher vorzog, verweilte im Klangraum der von Diana Waelsch stimmungsvoll gespielten Tiroler Harfe. Da waren hingegen zwischen Rathaus und Kirche ganz andere Töne zu hören. Hier rumpelten Hölzer über eine Fläche, die ähnlich dem Eisstockschießen so dicht wie möglich an eine Daube heran bugsiert werden mussten. Die Bahn war von den Dechen rechtzeitig fertiggestellt worden und so konnten die ersten Spieler bereits am Samstag trainieren. Leider hatten sich nur vier Mannschaften gebildet und so blieb die Anlage am Sonntag verwaist.

Besucher des Weihnachtsmarktes lassen sich in der Marktdeele von stimmungsvollen Lichtern gefangen nehmen.ti



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