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Bauamt erarbeitet Lösung

Ein Kompromiss für Falkenhagen

FALKENHAGEN. Ein Kompromiss, mit dem alle gut leben können, das ist der neue Bebauungsplan, den der Lügder Bauamtsleiter Jens Bossen vorgestellt hat. Mit dieser Regelung kann eine Familie, die sich in Falkenhagen niedergelassen und ein bestehendes Haus ausgebaut hat, nun auch weiterhin in Ruhe in dem Gebäude wohnen.

veröffentlicht am 15.06.2017 um 12:45 Uhr
aktualisiert am 20.06.2017 um 10:00 Uhr

Wohnen und arbeiten in akzeptierter Nachbarschaft – dafür wird der Bebauungsplan für Falkenhagen angepasst. Foto: yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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FALKENHAGEN. Die anliegenden Firmen wissen nun, dass sich ihre Betriebe bei Bedarf weiterentwickeln können, ohne weiteren Restriktionen unterworfen zu sein.

Das Recht ist der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Freiheit des einen mit der Freiheit des anderen vereint werden kann. Bei dieser Maxime geht es vor allem um die geschickte, beidseitig akzeptierte Festlegung der Grenze zwischen den Betroffenen. Und die hat der Fachbereich für Planen und Bauen wohl letztlich für den Bebauungsplan in Falkenhagen tatsächlich gefunden.

Bevor der neue Bebauungsplan jedoch rechtskräftig werden kann, der nur den Bereich westlich der Straße „Lilienthal“ als Mischgebiet ausweist, muss er allerdings offengelegt werden. Die Öffentlichkeit allgemein sowie die sogenannten Träger öffentlicher Belange (Behörden) können sich dann dazu äußern. Zudem hat die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Lippe darauf hingewiesen, dass der Erdboden dort zwar nicht verseucht ist, aber zumindest belastet sein könnte. Deshalb besteht die Behörde darauf, dass vor einer weiteren Bebauung der relevanten Fläche der Boden auf Schadstoffe zu untersuchen und gegebenenfalls zu sanieren sei.

Wenn es keine weiteren Einwände gibt, kann die junge Familie also weiter am westlichen Ende der Kreuzherrenstraße wohnen, ohne die Unternehmer östlich davon nervös zu machen. Denn deren Sorge war, dass mit dem Heranrücken der Wohnbebauung aus einem reinen Gewerbegebiet schnell ein Mischgebiet werden könnte, was möglicherweise empfindliche Auswirkungen auf die Produktion hätte. Betriebe dürfen in Mischgebieten die Bewohner nämlich nicht empfindlich stören, etwa durch Lärm, Schmutz oder Geruch.

Aber auch in Gewerbegebieten ist nicht alles erlaubt. Der Lärmpegel darf beispielsweise lediglich fünf Dezibel höher liegen als in Mischgebieten. Deshalb kann auch die betroffene Familie mit dem Kompromiss leben, dass das Mischgebiet erst mit ihrer Parzelle beginnt. Und für die Unternehmen ist mit dem neuen Vorschlag der Verwaltung auch die Sorge vom Tisch, sich nicht weiterentwickeln zu können.



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