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Osterräder rasten über die volle Distanz

Drei von sechs rollen bis in den Graben

Lügde. „Es wird eine gute Ernte geben in diesem Jahr“, prognostizierte Lügdes Oberdeche Uwe Stumpe. Das hat er aus dem traditionellen Lauf der sechs Osterräder am Sonntagabend abgelesen: „Alle sind sehr weit gerollt und drei sogar erst ganz unten im Graben zu liegen gekommen.“ Nun hofft er, dass das Orakel auch schon das Ergebnis der Dechen für den Osterräderlauf mit einschließt. „Ich schätze – ohne belastbare Zahlen von der Polizei bekommen zu haben – rund 25 000 Besucher. Und in diesem Jahr haben wir bereits ab 14 Uhr Eintritt verlangt statt wie früher erst ab 16 Uhr.“ Deshalb könnte es gut sein, dass der Dechenverein mehr Eintrittskarten verkauft habe.

veröffentlicht am 07.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

von Carlhermann Schmitt
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Schon das Konzert des Lügder Blasorchesters ab 13 Uhr auf dem Marktplatz war gut besucht. Auch der Umzug der Dechen mit dem Pferdegespann durch die Stadt wurde von vielen Schaulustigen begleitet. Und während die aktive Gruppe am Nachmittag damit beschäftigt war, die Räder fachmännisch zu stopfen, herrschte im Emmerauenpark eine ausgesprochen ausgelassene Stimmung bei Jahrmarktatmosphäre. Hier gab es Zuckerwatte, dort sprangen die Kleinen Bungeetrampolin oder fuhren Kettenkarussell. „An 32 Ständen konnten sich die Besucher amüsieren oder etwas gegen den kleinen Hunger tun“, zählte Elmar Meilenbrock auf, der den Jahrmarkt auf der einen Seite der Brücke und den Handwerkermarkt auf der anderen Seite organisiert hatte. Die Handwerker stellten sich und ihre Produkte an weiteren 22 Ständen vor. Zusammen mit einem bunten Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein war da die gute Laune schon vorprogrammiert. Als die Cover-Rockband „Salzderhelden“ mit Klassikern wie „Sultans of Swing“ den Emmerauenpark rockte, zeigten sich die Gäste begeistert: „Wir sind das erste Mal hier bei dem Räderlauf“, sagte Michaela (32) aus Bielefeld, die mit ihrer Familie einen Tagesausflug gemacht hat. „Und bis jetzt haben wir schon viel Spaß und auch schon einige nette Leute kennengelernt. Jetzt sind wir aber auf die Räder gespannt.“

Noch mussten die Räder präpariert werden. „Mit Bernhard Vielhaus und Michael Deppe haben wir zwei Neue im Team“, verriet Dennis Oelmann, der zu den alten Hasen zählt. Vielhaus ist mit den Dechen fast groß geworden: „Mein Großvater hat schon den Lanz gefahren, mit dem der Strohwagen auf den Berg gezogen wurde, dann habe ich ihn schon gefahren, und jetzt in bin ich in der aktiven Gruppe.“

Deppe ist erst seit den Lippertagen im Dechenverein. „Meine Freunde sind in der aktiven Gruppe und deshalb freue ich mich, hier auch mitmachen zu können.“ Das Stroh piekste, fledderte und zerriss in den Händen. Beide Neulinge mussten feststellen, dass das Stopfen gar nicht so einfach ist. „Aber wir werden hier sehr gut angelernt“, freute sich Vielhaus. „Und der Rest ist dann einfach Routine“, zeigte sich Deppe sicher.

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Salzderhelden begeisterte Zuschauer im Emmerauenpark. Foto: yt

Dass die aktive Gruppe gute Arbeit geleistet hatte, zeigte sich bei der Abfahrt der Räder. Perfekt ausgewuchtet und ideal abgestoßen rollten sie unter dem Beifall der Zaungäste bis tief ins Tal. Den Schlusspunkt setzte das Höhenfeuerwerk, das durch ein ausgeprägtes Formspiel am Himmel bestach. Gut 2000 Feierwütige gaben sich im Anschluss in Partyzelt den Rhythmen des „Factory Disco Teams“ bis in die Morgenstunden hin.



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