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„Lügde Marketing“ hält an Idee fest

Doch ein Rundwanderweg durch die Emmerauen?

Lügde. Die Idee, den Milchweg zu asphaltieren und ihn somit zu einem barrierefreien Rundwanderweg auszubauen, ist seit Anfang des Monats hinfällig. „Lügde Marketing e.V.“ hält aber an der Idee des Weges fest. Dass nun nur neuer Schotter aufgetragen wird, sei gar nicht so schlecht und auch viel „naturnaher“.

veröffentlicht am 15.12.2015 um 13:57 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Lügde. Es sollte ein idyllischer Rundwanderweg durch die Emmerauen werden. Barrierefrei, asphaltiert und für jedermann zugänglich. So sah der Plan für den „Milchweg“ aus. Dass daraus nichts wird, steht seit Anfang des Monats fest (wir berichteten).

Der Schotterweg zwischen Lügde und Bad Pyrmont sollte für rund 20 000 Euro mit Asphalt überzogen werden. Nun soll vorerst nur neuer Schotter aufgetragen werden, damit der Weg bei Regen nicht vollkommen aufweicht. „Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht“, sagt Carolin Nasse vom „Lügde Marketing e.V.“ Denn: „Natürlich wäre Asphalt schön gewesen, man hätte mit Inlinern rundherum fahren können. Aber so ist es wohl doch naturnaher.“ Ohnehin sei eine Bebauung der Strecke kompliziert gewesen. „Es ist ja immerhin auch ein Überschwemmungsgebiet. Man hätte also –, wenn man so etwas hätte bauen wollen – Hütten nehmen müssen, die man schnell abmontieren kann“, sagt Nasse. Ebenso sei der Bereich des „Milchweges“ Naturschutzgebiet – da seien einige Auflagen zu beachten.

Stadtführer Dieter Stumpe ist laut eigener Aussage „gar nicht böse drum“, dass der Weg nun doch nicht asphaltiert wird. Naturbelassene Wege sind seiner Meinung nach besser und auch wesentlich beliebter. „Es ist doch toll, wenn man mal auf natürlichem Boden laufen kann, über Waldwege und Schotter und nicht nur auf Asphalt“, sagt Stumpe. Auf Führungen über den Mythenweg habe er die Erfahrung gemacht, dass Leute ihre Schuhe ausziehen, so begeistert seien sie, mal nicht über Asphalt zu gehen. Asphalt sei „nicht im Sinne eines Wanderers“. Für alle, die mit dem Rad fahren wollen einen oder einen barrierefreien Weg benötigen, sei der Brunnenweg geeignet.

Nasse glaubt nicht, dass die Idee des Rundwanderwegs „Milchweg“ nun vollkommen verworfen wird. Innerhalb des zuständigen Arbeitskreises würde man andere Ideen in Angriff nehmen, um den Weg aufzuwerten. Zum Beispiel eine neue Beschilderung. „Für Lügder und Bad Pyrmonter ist der Weg bekannt. Leute von außerhalb wissen aber nicht immer, wo sie lang müssen“, sagt Nasse. Auch kleinere Ruhezonen, zum Beispiel Bänke, könne sie sich für den Weg sehr gut vorstellen. Der Arbeitskreis trifft sich laut Nasse wieder Anfang des neuen Jahres. Dann würde man besprechen, wie der „Milchweg“ für Spaziergänger und Sportler aufgewertet werden könne. Nasse betont: „Für uns ist die Idee nicht komplett gestorben.“ Und: „Den Weg finde ich wichtig. Er stellt die Verbindung zwischen den Städten dar.“ Laut Nasse soll im Arbeitskreis nun darüber beraten werden, ob man Fördergelder für den Ausbau des Weges beantragen könne. „Oder vielleicht findet man auch Sponsoren“, sagt Nasse. Gründe, warum das Vorhaben Rundwanderweg geplatzt ist, kann Nasse nicht mit Sicherheit nennen. „Ich war bei der Besprechung nicht dabei. Ich denke, dass es eine Kostenfrage ist. Sicherlich wäre es nicht bei dem Preis geblieben, den man zuvor angenommen hat“, erklärt Nasse.

Die 20 000 Euro, die für den Weg verwendet werden sollten, sollen laut der Politik nun in andere Baustellen fließen. Auf die Streichung des Projektes hatten sich die Fraktionen in den Haushaltsvorberatungen 2016 verständigt.



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