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Der älteste Verein des Ortes feierte mit vielen Gästen und einem Jubiläumskonzert sein 150-jähriges Bestehen

Die wundersame Vermehrung des MGV „Eintracht“ Rischenau

Rischenau. Wer sich über den zahlenmäßig erstarkten Männergesangverein „Eintracht“ Rischenau von 1864 wunderte, erhielt beim Sängergruppenfest der Sängergruppe Köterberg am Sonntagnachmittag vom Vorsitzenden Willi Müller gleich die passende Auskunft. „Wir haben uns vermehrt,“ verkündete er im mehr als voll besetzen Dorfgemeinschaftshaus, „aber das hat nichts mit Frühling zu tun!“ Nein, die agilen alten Herren haben seit einiger Zeit mit den Sängern aus Heiligenkirchen eine Kooperation, die sich sowohl quantitativ als auch stimmlich gut bemerkbar macht. Unterstützt von den Freunden der Steirischen Harmonika eröffneten sie schwungvoll das Sängergruppenfest, das einen würdigen Rahmen zu ihrem 150-jährigen Jubiläum bilden sollte.

veröffentlicht am 08.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:21 Uhr

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Als wohl ältester Verein in Rischenau und Umgebung, der bereits, allerdings mit anderen Mitgliedern, an der Einweihung des Hermannsdenkmals teilgenommen hatte, erhielt Willi Müller für seinen Chor allseits Glückwünsche und das „Lippische Flachgeschenk“, sodass die finanzielle Zukunft der Rischenauer wohl erst einmal gesichert ist. Und der Chor will trotz seines hohen Alters weitermachen, wie Müller versicherte.

Das hatte er bereits am Vorabend, ebenfalls im Dorfgemeinschaftshaus, getan, als der offizielle Festkommers in Gegenwart von Ortsbürgermeister Dieter Diekmeier, Lügdes Bürgermeister Heinz Reker und des früheren Stadtdirektors Dieter Will stattfand. Dabei gab Will einen launigen Überblick über die Geschichte des Chores und betonte ausdrücklich dessen große Verbundenheit zur Lokalpolitik. Immerhin war Heinrich Heringlake, der letzte Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde Rischenau, gleichzeitig auch Vorsitzender des MGV.

Doch hat die Historie des Chores Lücken, da ein Großteil der Chronik bei einem Brand zerstört worden war. Es ist das Verdienst Helmut Jokiels, diese Lücken in akribischer Arbeit fast gestopft zu haben (wir berichteten).

Ray Moses vom Lippischen Sängerbund, Gustav Meyer, Georg Wilsmann von der Sängergruppe Köterberg sowie Gerhard Recker, Willi Müller (v. li.) und Willi Gnade (vorne). ar

Dass der Chor einen wichtigen kulturellen Beitrag zur Dorfgemeinschaft bildet, wurde von mehreren Seiten unterstrichen, besonders dann am Sonntag, als acht Chöre dem MGV „Eintracht“ im Rahmen des Sängergruppenfestes, das dieser ausrichtete, ihre Aufwartung machten. Von traditionellem Liedgut des MGV „Eintracht“ Elbrinxen über gestochen präzise Intonation des MGV „Froher Liederkranz“ Lügde und des MGV „Frohsinn“ Wörderfeld bis hin zu moderner Chorliteratur, die der Frauenchor Rischenau unter der Leitung von Karin Brüggemann mitbrachte, wurde ein breites Spektrum an Liedgut geboten. Mit zwei Beatles-Songs überraschte der Gospelchor Falkenhagen, bei dem Christoph Burkhardt am Keyboard den richtigen Drive erzeugte und die Rischenauer schon vorsorglich zum 150. Geburtstag des Gospelchores einlud – in 143 Jahren.

Einen absoluten Top-Auftritt absolvierte der Lügder „canto allegro“. Chorleiterin Sandra Lücke lieferte mit ihrem Ensemble ein Beispiel für hochklassige, moderne Interpretation, unterstützt von Markus Tappe auf der Gitarre. Das war das Niveau eines Meisterchores. Grußworte von Ortsbürgermeister Dieter Diekmeier und dem ersten Vorsitzenden der Sängergruppe Köterberg, Georg Wilsmann leiteten über zu dem 2. Präsidenten des Lippischen Sängerbundes, Ray Moses.

Dieser überreichte Willi Müller eine Ehrenurkunde zum 150-jährigen Bestehen des Chores. Dann konnte er drei Mitglieder der „Eintracht“ Rischenau mit hohen Auszeichnungen bedenken. Für 60 Jahre Singen im Chor wurde Gerhard Recker geehrt, für sogar 65 Jahre erhielten der 89-jährige Willi Gnade und ebenso Gustav Meyer eine Urkunde sowie die Verdienstplakette in Gold des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen.ar



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