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Ingenieurbüro berechnet Standfestigkeit und Dichte / Fugen müssen regelmäßig überprüft werden

Die Stadtmauer schützt Lügde vor Hochwasser

Lügde (jhe). Schon über 750 Jahre alt ist die Lügder Stadtmauer, und auch heute noch kann sie die Kernstadt vor Gefahren schützen. Zumindest wenn es darum geht, die tiefer gelegene Altstadt vor einem hundertjährigen Hochwasser zu bewahren. Das ergab ein Gutachten des Ingenieurbüros Bockermann und Fritze.

veröffentlicht am 05.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:41 Uhr

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„Mit der Stadtmauer ist ein sachgerechter Hochwasserschutz gewährleistet. Ein schlagartiges Versagen auf größeren Abschnitten ist ausgeschlossen“, erklärte Dipl.-Ing. Ralf Fritze am Montagabend den Politikern im Bau- und Planungsausschuss. Auf einem Abschnitt von rund 400 Metern zwischen Dechenheim und Ehrenmal hat sein Büro in Zusammenarbeit mit Prof. Lutz Müller das historische Bauwerk auf äußere Standsicherheit und Dichte untersucht. Die Überprüfung des Bodens ergab eine gute Tragfähigkeit. Zudem wies Müller darauf hin, dass die Mauer tief in den Boden eingebunden und auf grobe Steine und Blöcke gebettet sei, was die äußere Standfestigkeit gewähre. Auch im Falle eines Hochwassers könne die Mauer aufgrund des lehmigen Untergrunds nicht unterströmt werden. Müller nannte das Mauerwerk zudem „massiv und recht dicht“.

Die Ergebnisse wurden anhand verschiedener Szenarien analysiert. Auch im schlimmsten aller möglichen Fälle attestierte der Professor der Stadtmauer eine „Sicherheit, die deutlich über der geforderten DIN-Norm“ liege.

Allerdings wies Ralf Fritze daraufhin, dass ein „punktuelles Durchsickern im Hochwasserfall möglich ist, bei einer entsprechenden Vorbereitung aber beherrschbar bleibt“. Deshalb sei es wichtig, die Stadtmauer regelmäßig zu überprüfen und nachzubessern. „Wenn Fugenmörtel herausfällt, dann muss nachgearbeitet werden“, so Fritze.

Aufgrund der „positiven Ergebnisse“ empfahl Fritze dem Ausschuss, „die Mauer weiterhin funktional zu nutzen und sicherzustellen, dass sie in ihrem jetzigen Zustand bleibt“. Mobile Systeme für den Hochwasserschutz seien nicht notwendig.

Einstimmig nahmen die Ausschussmitglieder die Empfehlung an. Bauamtsleiter Günter Loges kündigte an, „in den nächsten Jahren ein Budget für Nachbesserungen im Mauerbereich in den Haushalt einzustellen“.



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