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Ein extrem vielseitiges Talent: der junge Organist Joachim Stahr

Die persönliche Farbe der Musik

Lügde. „Auch wenn man technisch perfektes Spielen anstrebt, so sollte man vor allem Musik machen wollen“, sagt Joachim Stahr, der am Sonntag ein Orgelkonzert in der Lügder St. Johanniskirche gab. Dass sich der 25 Jahre alte Musikstudent „schon an so etwas schwieriges herantraut“ wie die Toccata und Fuge in d von Johann Sebastian Bach, das erstaunte Dieter Stumpe. Denn der erklärte „Pedal-Fetischist“ durfte oben auf der Empore gleich neben dem Musiker sitzen und sich dessen Beinarbeit genau ansehen.

veröffentlicht am 23.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Claudia Guenther
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Für Menschen, die schon Schwierigkeiten haben, ihre Hände getrennt zu benutzen, ist das Orgelspiel, das zusätzlich die Füße fordert, sicherlich nichts. Denn hier sind Konzentration und schnelles Notenlesen gefragt. In seiner Kindheit hieß es, vielleicht sei er „hyperaktiv“. Doch aus heutiger Sicht war Joachim Stahr als Kind wohl schlicht unterfordert. Mit zehn Jahren wollte er im Gottesdienst seines Vaters die Orgel spielen. „Inzwischen habe ich von jedem Musikinstrument einen Eindruck“, sagt Stahr, der im Hauptfach Gesang belegte, unter anderem Jazz-E-Gitarre spielt und komponiert.

Seine Zuhörer begeisterte er vor allem mit der Leichtigkeit und den vollen angeschlagenen Tönen, besonders bei seiner Interpretation des „Marche triumphale“. „Die Orgel-Register kann man kombinieren. Das funktioniert in gewisser Weise wie bei einem Baukasten“, erklärt er. Doch jeder Musiker gebe den Noten noch seine persönliche „eigene Färbung“.

Das Ciacona in f von Johann Pachelbel „war schon immer eins meiner Lieblingsstücke“, sagt der in Lügde aufgewachsene Stahr. Mit „Nun danket alle Gott“ von Siegfrid Karg-Elert bewarb er sich zur Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Detmold, wodurch er sich nun für einen der raren Tonmeister-Studienplätze qualifizierte.

Nun hoffen die orgelbegeisterten Konzertbesucher, dass die evangelische Kirchengemeinde Lügde Joachim Stahr im Jahr 2012 zum 10. Jubiläum der Kamphern-Orgel noch einmal für ein Konzert gewinnen kann.

Joachim Stahr an der Kamphern-Orgel in Lügdes St.-Johannis-Kirche. Foto: cg



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