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Gut 120 Menschen schauen sich bei der Abschlussveranstaltung die Ergebnisse an / Nun sind Verwaltung und Politik am Zug

Die mutige Zukunftsvision für „Lügde 2015“ steht

Lügde. Menschen, Verwaltung und Planer ziehen an einem Strang, und in dieselbe Richtung – das gab’s nicht oft! Was sich am Dienstag bei der Abschlussveranstaltung für ein „Integriertes Entwicklungskonzept zur Revitalisierung des historischen Stadtkerns Lügde“ – auf Deutsch: Lügde im Jahre 2015 – von den Entwicklungsbüros im „Westfälischen Hof“ präsentierte, war aller Ehren wert.

veröffentlicht am 25.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Die Wortbeiträge sind durchweg konstruktiv

Dabei stellten die drei Planungsbüros Atelier Schreckenberg, Sönnichsen & Partner sowie Junker und Kruse unter der Koordination von Grontmij/GfL ihr in Arbeitstreffen zusammen mit Lügdern erarbeitetes Entwicklungskonzept für die Jahre bis 2015 vor. Die durchweg konstruktiven Wortbeiträge aus den Reihen der fast 120 Interessierten zeigten, dass in früheren Sitzungen von Lügdern geäußerte Bedenken und Vorschläge in den Plan eingearbeitet wurden.

Die Revitalisierung des Altstadtkerns fußt auf drei Komponenten, die sich durch die Fertigstellung der Umgehungsstraße fast zwangsläufig ergeben: die Konsolidierung und Aufwertung des Einzelhandels, die lebendige Entwicklung des Emmerufers, der „Stadt-Emmer“, zum Emmerauenpark und die Verbesserung der Wohnqualität. Günter Loges, Bauamtsleiter und hochtouriger „Motor“ des Projektes, meinte: „Zuerst das ‚Öffentliche‘, das ‚Private‘ entwickelt sich hinterher.“ Und: „Ich habe vorher nur Pessimismus erlebt. Aber eine Vision zu entwickeln, die Stimmung zu drehen, die Vielzahl von Maßnahmen, also das Wohnen, das Spielen, besseren Handel, bessere Gastronomie, stößt auf reges Interesse bei jungen Leuten und Familien.“ Damit brachte er die Ausführungen der Planer auf den Punkt: Mit der wunderschönen historischen Altstadt und der Emmer habe Lügde einen besonderen Vorteil, die dicht bebaute Stadt aber berge ein geringes Entwicklungspotenzial. Das Zauberwort zur Lösung heißt „Shared Space“. Es meint einen von Einwohnern, Handel und Verkehr in gegenseitiger Rücksichtnahme gemeinsam genutzten Raum.

Die Aufwertung des öffentlichen Raumes und die Umgestaltung der Stadteingänge und der Mittleren Straße könnten die Einzelhandelsdichte und die Wohnqualität entscheidend fördern, meinte Svenja Krämer vom Stadtplanungsbüro Junker und Kruse. Rolf Junker ergänzte, dass die Planung der „Marienhöfe“ – nach dem Vorbild der Berliner „Hackeschen Höfe“ – ein Quartier mit Wohn- und Geschäftsräumen, Erlebnis- und Ruhezonen im Norden der Innenstadt quasi der „Big Bang“ für Lügde sei. „Es ist eine sehr mutige Vision, aber man muss weiter denken.“

Detlef Sönnichsen widmete dem Emmerauenpark breiten Raum. Mit Sportplatz, Kneipp-Anlage oder einem historischen Waschplatz oder Terrassenanlage des Ufers soll die Ostseite der Emmer zur „Kulturseite“ werden, wohingegen die Westseite naturbelassen bleibt, etwa mit einer Streuobstwiese.

Starker Beifall für das Konzept

Für die Ausführungen der Planer gab es starken Beifall, und als Axel König das Resumee aus der einjährigen Arbeit zog und die Zuhörer zu Ergänzungen oder Kritik aufforderte, kam relativ wenig Resonanz. Bedenken, wie etwa eine mögliche Lärmbelästigung durch Straßenpflaster, würden, so König, in die weitere Planung einbezogen werden. Es schien, als ob das Konzept zur Revitalisierung des historischen Stadtkerns bereits in den Köpfen der Lügder verankert sei. Sowohl die anwesenden Einzelhändler und Politiker als auch die Bürger diskutierten im Anschluss bereits sie betreffende Details, aber durchaus mit wohlwollendem Unterton.

Damit ist die erste Phase des Stadtentwicklungsprojektes beendet. Nun ist es an Verwaltung und Politik, die Konzepte auszuabreiten, einen Zeitplan aufzustellen und die Finanzierung zu sichern.

Vorher – Nachher? Bei der Abschlussveranstaltung fließt auch diese Idee zur Umgestaltung des Marktplatzes vor dem Rathaus ins Konzept ein.Foto: ein/Grafik: Schreckenberg



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