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Wer darauf Platz nimmt, möchte von Autofahrern mitgenommen werden – und wartet oft vergeblich

Die Mitfahrer-Bank, die kaum einer kennt

LÜGDE. In Lügde steht eine Mitfahrerbank. Eigentlich eine gute Idee: Wer Richtung Elbrinxen möchte, setzt sich auf die Bank in den markanten Farben blau und rot, um damit den Autofahrern zu zeigen, dass man mitgenommen werden möchte. Das Problem ist nur, dass keiner die Bank und die Idee dahinter kennt.

veröffentlicht am 29.06.2017 um 17:30 Uhr

Wer auf dieser Bank sitzt, kann auch einem Brötchen beim Trocknen zuschauen. Foto: yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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Deshalb haben die Mitglieder des Ordnungsausschusses darüber beraten, ob der Bank nicht ein Schild spendiert werden müsste, das die Autofahrer auf den Sinn der Bank aufmerksam macht. Es wurde die Frage diskutiert, ob ein Schild aufgestellt werden soll, oder ob eine Messingplatte an einem Balken der Rückenlehne ausreiche. „Die werden gerne gelesen, ebenso wie die Hinweise auf Sponsoren bei anderen Bänken“, versicherte Michael Mundhenk.

Keiner fragte indessen, wer das nun eigentlich lesen soll. Schließlich steht die Bank soweit am Ortsausgang von Lügde, dass dort nur Leute entlanglaufen, die auch allen Grund dazu haben. Niemand fragte, warum sich Autofahrer irgendwelche Schilder anschauen sollten, deren Missachtung nicht geahndet wird.

Auch Möglichkeiten, an Tankstellen auf die Bänke hinzuweisen, in den Lebensmittelmärkten und Arztpraxen darauf aufmerksam zu machen, wurden ebenso wenig diskutiert wie die Frage, ob man sich nicht an die Marketing-Expertin der Stadt, Carolin Nasse, wenden soll. Sie könnte nicht nur wertvolle Tipps geben, sondern die Mitfahrbank sogar in das touristische Konzept der Stadt Lügde einbinden. Vereine könnten ebenso als Multiplikatoren dienen wie Friseure und Gaststätten. Vielleicht ließe sich ja sogar ein Sponsor finden, der ein paar Plakate und Flyer mit einem ansprechenden Bild und kurzem Infotext finanziert, um damit die Mund-zu-Mund-Propaganda anzuheizen.

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