weather-image
Nur das Frischwasser und die Kleinkläranlagen-Abfuhr sollen teurer werden

Die meisten Gebühren bleiben konstant

Lügde (jl). Wer in Lügde den Wasserhahn aufdreht, zur Toi- lette geht und seine Mülltonnen an die Straße stellt, der braucht sich aktuell vor allzu dramatischen Gebührenerhöhungen nicht zu fürchten. Hier und dort leitet die Stadtverwaltung aus ihren Kalkulationen zwar die Notwendigkeit von Anhebungen ab. Aber einige Gebühren sollen konstant bleiben. Das betrifft zum Beispiel die für Schmutz- und Regenwasser. Ebensowenig sollen sich 2011 die Gebühren für die Straßenreinigung und die Friedhöfe verteuern. Und auch die Müllgebühren bleiben konstant; möglicherweise sinken sogar einige Gefäßgebühren leicht.

veröffentlicht am 30.11.2010 um 21:41 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Etwas steigen dürfte hingegen der Preis fürs Trinkwasser. Das soll künftig 1,75 Euro pro Kubikmeter kosten, 10 Cent mehr als bisher. Zudem soll die Monats-Grundgebühr von 6 auf künftig 7 Euro klettern. Das Splitting der Preisanhebungen empfiehlt die Stadtverwaltung, „weil wir die Gebührengerechtigkeit im Hinterkopf behalten sollten“, erklärte Günter Loges am Montagabend den Politikern im Finanzausschuss.

Dr. Bertel Berendes (FWG) fand allerdings, dass „ältere Leute finanziell besser ausgestattet sind als kinderreiche Familien“ und daher eine Gebührenerhöhung „besser schultern“ könnten. Deshalb wollte er nur die vom Verbrauch unabhängige Monats-Grundgebühr angehoben wissen. In diesem Fall – so die Alternativ-Rechnung der Stadt – wäre jeder Haushalt mit 7,82 Euro netto Fixkosten im Monat dabei.

Auf Anregung von FWG-Fraktionschef Jürgen Hundertmark mussten die Politiker über die Frischwassergebühren aber noch nicht abstimmen. Ihr Votum soll in der Ratssitzung am 13. Dezember eingeholt werden.

Fällt es so aus wie erwartet, dann steigt die Grundgebühr pro Haushalt von bisher 72 auf künftig 84 Euro pro Jahr. Hinzu kommen – bei einem Gebrauch von etwa 40 Kubikmeter Wasser pro Person – knapp 70 Euro fürs Frischwasser pro Person und Jahr – plus 7 Prozent Mehrwertsteuer für beide Posten sowie die Wasserzähler-Gebühr.

Einig waren sich die Politiker am Montag in Sachen Kleinkläranlagen und Sickergruben: Hier soll die Abfuhr-Gebühr, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, von 26,63 auf künftig 51,33 Euro pro Kubikmeter Grubeninhalt erhöht werden (PN von Montag). Mit Blick auf die 94 Anlagen im Stadtgebiet gab Gregor Günnewich von der Stadt zu: „Das hört sich sehr hoch an.“ Doch lägen die Kosten auch künftig unter denen fürs Einspeisen des Abwassers in die öffentliche Kanalisation. Dr. Christian Tennies

(CDU) Frage, ob die Abfuhr nicht ganz privatisiert wer-

den könne, so dass der Stadt nur die Abfuhrkontrolle blie-

be, beschied Günnewich ne- gativ: „Wir kommen aus der

hoheitlichen Aufgabe nicht ‘raus.“

Die Friedhofsgebühren de- cken die Kosten der Stadt für

die Unterhaltung zwar nicht, sondern spielen nur 75 Pro-

zent davon ein. Dennoch will die Verwaltung die Gebüh-

ren 2011 nicht antasten.

„Mit diesem Deckungsgrad können wir ganz gut leben“,

befand Ordnungsamtslei-

ter Karl-Heinz Köhne.

Gleichwohl hofft er, „dass wir das in den nächsten Jahren

besser hinbekommen“.

Rückendeckung gab ihm hier Jörg Eickmann (SPD),

als er den bereits angelaufe- nen „Beerdigungstourismus

nach Bad Pyrmont“ ins Feld führte. Denn dort sind die

Gebühren niedriger als in Lügde. Deshalb solle man

hier eher Kosten sparen als

Gebühren zu erhöhen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt