weather-image
13°

An die 100 Besucher beim Infoabend für das Neubauprojekt im Herzen der Altstadt

Die Marienhöfe – „eine gute Sache für Lügde“

Lügde (jl). „Am Anfang sind wir ein bisschen belächelt worden“, sagt Heinz Reker mit Blick auf die Vision für die Lügder „Marienhöfe“. Damals amüsierte allerdings auch manchen die Idee für den Emmerauenpark. Und der steht längst; die Spötter sind verstummt. Lügdes Bürgermeister – und nicht nur er – hat feststellen können: „Lügde verändert sich Tag für Tag und wird wieder wahrgenommen in der Region.“ Lethargie und Pessimismus seien einer Aufbruchsstimmung gewichen. Reker: „Wir sind wild entschlossen, die Chance zu nutzen, die Attraktivität der Stadt zu steigern.“

veröffentlicht am 22.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:41 Uhr

270_008_5843005_pn310_2209_4sp_jl_Marienhoefe_5247.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Sichtbar wird das schon in der Mittleren Straße. Selbst solche, die anfangs noch fanden, da werde nur Steuergeld verballert, der steht heute mit mildem Lächeln auf dem Gehsteig und gibt zu: „Das sieht schon sehr schön aus.“

Eine solche Entwicklung erhoffen sich die Stadt, der Investor Müller-Bau aus Rischenau und die vermarktende Volksbank Hameln-Stadthagen auch für die Marienhöfe. Das Ensemble zwischen Mittlerer und Vorderer Straße aus vorerst drei Neubauten und zwei zu nutzenden Fachwerkhäusern soll den Wohnwert der Lügder Altstadt deutlich steigern. „Vernünftiges Wohnen war in der Altstadt doch kaum möglich“, erinnert Bürgermeister Reker an die Zeit vor dem Tunnel, als täglich an die 15 000 Fahrzeuge durch die Mittlere Straße fuhren.

Das geplante kleine Quartier mit seinen 17 Wohnungen und den Erdgeschoss-Verkaufsflächen könnte nun das erste private Bauprojekt werden, das der Fahrbahn-Umgestaltung folgt. Und es scheint ganz so, als müsste den Machern nicht bange sein um die Vermarktungschancen. Denn der Einladung der Volksbank zu einem Infoabend folgten am Donnerstagabend an die 100 Menschen in den „Sonnenhof“. Offenbar nicht nur aus Neugierde. Vielmehr scheint mancher durchaus mit dem Gedanken zu spielen, sich eine Wohnung in den Marienhöfen zuzulegen. Erkennbar wurde an den „Vorgemerkt“-Aufklebern auf sechs Grundrissen an einer Stellwand. Und schon kurz nach der Präsentation des Projekts durch Müller-Bau-Chef Bernd Mühlenhof und den „Bauzeit“-Architekten Axel Hagemeyer drängten sich viele Besucher mit vielen Fragen vor den Plänen und Grafiken.

In seinem „Werbeblock“ zur Begrüßung hatte Reker zuvor geklärt: „Wir machen nur den Weg frei. Das Projekt selbst können wir als sparsame kleine Stadt nicht wuppen.“

Umso froher zeigte er sich über die Bereitschaft von Müller-Bau, sich mit „Herzblut und Lokalpatriotismus“ in Lügde zu engagieren. Reker: „Bessere Voraussetzungen können wir nicht haben.“

Schließlich ist das Rischenauer Bauunternehmen keine Klitsche, sondern verweist in seinem Internetauftritt auf einen Jahresumsatz von etwa 60 Millionen Euro. „Wir zählen mit unseren rund 120 Mitarbeitern mittlerweile zu den 100 größten Handwerksunternehmen in Deutschland“, klärte Bernd Mühlenhof die Zuhörer auf – und sagte: „Der Funke muss überspringen, dann können wir eine gute Sache für Lügde schaffen.“

Wie er sich die Bebauung auf der Länge zwischen Ahrens und dem ehemaligen Café Schneidewind vorstellt, erklärte Architekt Hagemeyer. Mit Blick auf die 17 Wohnungen, die zwischen 82 000 und 180 000 Euro kosten sollen, erklärte er: „Es bringt nichts, wenn wir Ihnen völlig überteuerte Wohnungen anbieten, die keiner haben möchte.“

Komplett fertig ist die Planung indes noch nicht. „Wir planen gerade das Parkhaus etwas um“, erklärte Hagemeyer. „Es soll etwas niedriger werden, und wir wollen dort noch Platz für Fahrräder und Mülltonnen schaffen.“ Auch die Frage der Energieversorgung sei noch nicht geklärt.

„Wir versuchen, in der Stadt Wohnen und Einzelhandel zu etablieren und für eine Belebung zu sorgen“, sagt Bernd Mühlenhof (hi.), geschäftsführender Gesellschafter von Müller-Bau – hier mit den Architekten Tanja Linke und Axel Hagemeyer.

Foto: jl



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?