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Warum die Emmerstadt mehr ausgeben und deshalb sparen muss

Die Luft wird dünner

Lügde. Was wird sich die Emmerstadt 2015 leisten können? Und was fällt flach oder ist aufzuschieben? Antworten darauf sollen Lügdes Politiker im Januar suchen. Beschlossen wird der städtische Haushaltsplan im Februar. Während der letzten Ratssitzung 2014 brachte Kämmerer Hans-Jürgen Wigge erst einmal den Entwurf dazu ein. Das sein vom Bürgermeister „Sternstunde“ genannter Auftritt wenig Strahlkraft hatte, lag eindeutig an einer in Rot gedruckten Zahl: Die Stadt wird im nächsten Jahr laut Plan 907 000 Euro weniger einnehmen, als sie ausgeben muss. Anders als die meisten anderen Kommunen hat Lügde aber immerhin noch Geld auf der hohen Kante, mit dem sie diese Lücke stopfen kann. „Damit heben wir uns deutlich von anderen Kommunen ab“, betont der Kämmerer. Das trifft auch auf die Pro-Kopf-Verschuldung zu: Sie beträgt in Lügde 1564 Euro. Zum Vergleich: Im Kreis Lippe liegt sie bei 2785 Euro und im Land NRW sogar bei 3408 Euro.

veröffentlicht am 20.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Wigge ist allerdings jetzt schon sicher, dass die Rechnung in den Folgejahren längst nicht mehr so aufgehen wird. Denn: „Die Verluste steigen an.“ Zwischen 2016 und 2018 dürften sie bei jeweils etwa 1,4 Millionen Euro liegen. Ein Guthaben zum Ausgleich fehlt Lügde aber dann. Die Schuld an der Misere schreibt Wigge – wie viele Kämmerer landauf, landab – den steigenden Soziallasten zu. Schuld sind neben wegbrechenden Einnahmen bei steigenden Ausgaben aufgrund des demografischen Wandels auch Entscheidungen in Berlin. „Beim Bund werden die Leistungsgesetze beschlossen – und wir dürfen sie finanzieren.“

So wird die Kreisumlage, die Lügde nach Detmold überweisen muss, zwischen den Jahren 2003 und 2015 um rund 3 Millionen Euro auf dann über 7,5 Millionen Euro gestiegen sein.jl



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