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Warum es Leitern-Schlichte mit dem Bau seiner neuen Produktionshalle an der Pyrmonter Straße so eilig hat

Die ganz speziellen Aufträge gehen in die Emmerstadt

Lügde. Mit dem sinnigen Slogan „Der sichere Aufstieg“ wirbt der Pyrmonter Leitern-Hersteller Schlichte für seine Produkte. Und es sieht ganz danach aus, dass dieses einwandfreie Emporkommen nicht nur den Nutzern der Steighilfen aus dem Talkessel gelingt, sondern auch dem Unternehmen selbst. Denn die vor fünf Jahren angemietete ehemalige Emme-Halle an Lügdes Pyrmonter Straße gehört den Schlichtes längst, und jetzt setzen sie dahinter noch eins drauf: Die 1000 Quadratmeter große neue Produktionshalle soll in zwei Monaten fertig sein.

veröffentlicht am 13.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 11:17 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Damit wird die Lügder Dependance des am Pyrmonter Neubrunnenweg gelegenen Unternehmens noch einmal fast doppelt so groß wie bisher. Mit allem Drum und Dran wird der Alu-verblendete Stahlskelett-Neubau am Ende fast eine Million Euro gekostet haben.

„Wir platzen in Lügde aus allen Nähten“, sagt Florian Schlichte, der die Geschäfte des aktuell 60 Mitarbeiter zählenden Familienunternehmens seit kurzem in mittlerweile dritter Generation führt. „Wenn wir nicht wüssten, dass die Halle bald fertig wird, müssten wir Aufträge stornieren.“

Denn die Geschäfte laufen immer besser. Und zwar längst nicht mehr nur mit soliden Holz- und Alu-Leitern für Maler und andere Profi-Handwerker, sondern in den letzten Jahren zunehmend mit individuell konstruierten Einzelstücken, zugeschnitten auf den ganz speziellen Bedarf von Auftraggebern aus aller Welt. Und genau diese anspruchsvollen Aufträge werden in Lügde abgearbeitet.

Drei Konstrukteure tüfteln an ihren Computern teils hoch komplizierte, elektrisch zu steuernde Arbeitsbühnen, Wartungsdocks und Laufsteganlagen aus. Denn: Werden Flugzeuge gebaut oder zum Beispiel eine riesige Krebsforschungsanlage in Shanghai gewartet, dann müssen die Techniker dort gefahrlos die zu bearbeitenden Teile erreichen. „Die Leute haben eben immer das Problem, dass sie irgendwo hin oder drauf müssen“, umreißt Florian Schlichte den Grund für den gestiegenen Bedarf an Qualitätsarbeit aus Lügde. Vor allem im vergangenen Jahr zog die Nachfrage nach seinen Worten enorm an.

Aber natürlich beschränkt sich das Pyrmonter Traditionsunternehmen in Lügde nicht nur aufs Konstruieren, sondern baut auch die ganz großen Teile jeweils einmal komplett auf, bevor sie zu den Auftraggebern auf die Reise gehen – nicht zuletzt, um zu prüfen, ob die Umsetzung der Entwürfe auch passt.

Doch damit begann das Problem: In der alten 1250 Quadratmeter großen alten Halle reichen der Platz und die maximal sechs Meter Höhe nicht mehr aus. Und so schön ist das Wetter auch nicht dauernd, dass sämtliche Aufbauten unter freiem Himmel getestet werden könnten.

„Da wurden die Lieferzeiten dann immer länger“, sagt Schlichte – wohlwissend, dass die Auftraggeber am Unternehmen seiner Familie neben der Qualität auch die schnelle Fertigung schätzen. „Natürlich haben wir überlegt, wie lange die Nachfrage wohl andauert“, erklärt der 29-Jährige. Doch angesichts der „sehr, sehr guten“ Auslastung sei die Expansion die richtige Entscheidung gewesen.

Auf die Ausdehnung nach Lügde fiel vor fünf Jahren übrigens die Wahl, weil der Stammsitz absolut keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr zuließ. „Aber eine Entfernung von 500 Metern Luftlinie ist noch in Ordnung“, findet Florian Schlichte.

Jetzt hofft er natürlich, dass die Höhe der neuen Produktionshalle ausreichen wird für künftige Konstrukte.

Und mit der Erstellung der Halle liegen die Arbeiter gut in der Zeit. „Erst kam es zu einer Verzögerung, weil ein Hochspannungskabel übers Grundstück lief“, erzählt Florian Schlichte. „Aber dann hat uns der goldene Herbst gut weitergeholfen.“



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