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Wie lippische Experten Unternehmensgründer vor dem Holzweg in den Abgrund bewahren wollen

Die Freiheit, etwas weniger zu schlafen

Lügde. „Ich bin sicher, dass Sie bald nach einer erfolgreichen Unternehmensgründung die Einnahmen der Stadt mit Ihren Gewerbesteuern verbessern werden“, begründete Lügdes Bürgermeister Heinz Reker seine Einladung an die Forumsteilnehmer, die Getränkerechnung zu übernehmen. Damit die Gründung auch erfolgreich wird, statteten beim „3. Lügder Gründerforum“ am Mittwoch im Hotel „Sonnenhof“ diverse Experten die Interessenten mit einer atemberaubenden Fülle an Informationen aus.

veröffentlicht am 14.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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„Warum Selbstständigkeit?“ Unter dieser Überschrift verdeutlichte die lippische IHK-Geschäftsführerin Maria Klaas, wann der Schritt zum eigenen Unternehmen auf einen Holzweg direkt Richtung Abgrund führt. So erklärte sie, dass freie Zeiteinteilung üblicherweise für einen Gründer nur die Freiheit bedeute, etwas weniger zu schlafen. „Nach einem Jahr sind schon wieder mehr als 10 Prozent der neu gegründeten Unternehmen vom Markt, nach fünf Jahren sogar 50 Prozent.“ Deshalb warb Klaas für ein durchdachtes Unternehmenskonzept, das den Markt betrachtet, die Chancen und Risiken abwägt und die eigenen Bedürfnisse und Belastbarkeitsgrenzen berücksichtigt.

Die weiteren Referenten zeigten auf, was es alles zu bedenken gelte. Birgit Heldermann von der Betriebsberatung der Handwerkskammer OWL bemühte den feinen Unterschied zwischen Einnahmen und Gewinn, um sich der Frage der Rentabilität anzunähern. Hierzu konnte auch Damian Kempin von der Steuerberaterkammer Lippe einen Teil beitragen, in dem er die vielen zu zahlenden Steuerarten vorstellte.

Es wurden Rechtsformen von Unternehmen vorgestellt, Einzelgesellschaften mit Kapitalgesellschaften verglichen sowie Finanzierungen und Fördermöglichkeiten angesprochen. Und immer wieder hörten die potenziellen Gründer den Rat: „Lassen Sie sich eingehend beraten!“ Die IHK hat zu diesen Themen 150 Merkblätter aufgelegt. Silke Quentmeier vom Beratungsbüro „Fair“ stellte dazu auch die spezielle Beratungsmöglichkeit und das Netzwerk für Frauen vor. Hilfreich kann auch der lippische Senior-Experten-Service sein. Bei dem stehen den Ratsuchenden altgediente Profis gegen eine Aufwandsentschädigung zur Seite.

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Zuletzt gab Holger Busch einen Einblick in seinen Werdegang als Selbstständiger, angefangen beim Internet-Verkauf von Krimi-Spielen bis hin zum gerade eröffneten Geschäft mit Deko-Artikeln. Um dann vier Tipps zu geben: „Unterscheiden Sie sich von den anderen. Seien Sie menschlich. Engagieren sie sich regional, ohne das Globale zu vernachlässigen. Und nutzen Sie Netzwerke.“ So habe er im Vortrag mehrfach seinen Laden ,Tante Emmer’ genannt – und damit auch einen Werbeeffekt erzielt. yt

„Nach einem Jahr sind schon wieder mehr als 10 Prozent der neu gegründeten Unternehmen vom Markt, nach fünf Jahren sogar 50 Prozent“, erklärt Maria Klaas von der IHK. yt



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