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Offenbar war an Elbrinxens Grundschule eine Fachfirma am Werk

Die Asbestsäcke sind weg

Elbrinxen. Die Eltern der beiden verbliebenen Klassen an Elbrinxens auslaufendem Grundschulstandort brauchen sich akut offenbar keine Sorgen mehr um die Gesundheit ihrer Kinder zu machen: Die seit ihrer Abdeckung im Februar auf dem Schulgrundstück gelagerten Asbest-haltigen Dachplatten sind weg. „Wir haben eine Spezialfirma beauftragt, die das entsorgt hat“, erklärte Lügdes Bauamtsleiter Günter Loges gestern auf PN-Anfrage.

veröffentlicht am 09.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Die Stadtverwaltung habe das Abdecken der Dachteile im Vorfeld des für den geplanten Kippen-Neubau notwendigen Teilabrisses der Schule zwar nicht in Auftrag gegeben und sei vorher auch nicht darüber informiert gewesen, sagte Loges. Er habe aber nicht gewollt, dass die Säcke noch länger auf dem Schulgrundstück lägen.

Zur Erinnerung: Als Eltern, Anwohner und Passanten die Säcke mit der warnenden Aufschrift „ACHTUNG ENTHÄLT ASBEST“ kürzlich direkt vor dem Eingangsbereich der Schule entdeckten, waren sie empört. Und es begann das Rätselraten, wer die Faserasbest-Platten abgenommen haben könnte. Nachdem die einige Beobachter obskur anmutende Aktion öffentlich bekannt wurde (PN vom 5. März), gewann mancher den Eindruck, „dass hier ziemlich achtlos mit einem gefährlichen Material umgegangen wird und die Sicherheit und Gesundheit der Kinder und Erwachsenen vor Ort nicht die Priorität ist“, wie eine Elbrinxerin findet.

Mittlerweile hat es jedoch den Anschein, als sei der Abbau – bis auf die denkbar ungeeignete Ablagestelle vor der Schule – fachgerecht passiert. Offenbar war in Elbrinxen ein auf Asbestsanierungen spezialisiertes Unternehmen am Werk – und zwar an einem Wochenende bei feuchtem Wetter, um eine Belastung der Schulkinder und Lehrer auszuschließen.

Ganz so war es offenbar auch angedacht. Nur wohl zu einem späteren Zeitpunkt. Die Ursache für den frühen Termin mögen Missverständnisse bei der Absprache unter den beteiligten Firmen gewesen sein. Wohl deshalb erfuhr die Lügder Stadtverwaltung auch erst im Nachhinein von der Aktion, als die immerhin luftdichten weißen Säcke vor der Tür standen.

„Wir haben den von einem Unternehmen gestellten Abbruchantrag genehmigt und das Amt für Arbeitsschutz am Verfahren beteiligt“, erklärt Anne Helpup aus der Pressestelle des Kreises Lippe in Detmold das Prozedere, bei dem die beteiligten Firmen sich an strenge Richtlinien halten müssen.

Seit Jahrzehnten ist bekannt: Die aus Asbest-Werkstoffen gelösten spitzen Fasern werden über die Atemwege aufgenommen und können Krebs auslösen. Das Risiko steigt mit der Anzahl der Fasern in der Luft und der Dauer der Einwirkung.

Doch auch abgesehen vom Thema Asbest-Sanierung ärgert der geplante Abriss eines Teils der Elbrinxer Grundschule, während im anderen Trakt noch unterrichtet werden muss, manche Eltern.

„In unmittelbarer Nähe einer Baustelle haben Kinder nichts zu suchen“, findet eine Mutter, die ungenannt bleiben will. „Allein der Baulärm hindert doch am Lernen.“ jl

Zuletzt lagerten die von Teilen des Elbrinxer Grundschuldachs abgetragenen Asbest-haltigen Platten in luftdichten weißen Säcken auf dem Gelände. Jetzt hat die Stadt Lügde sie fachgerecht entfernen lassen. pr



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