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Musikalisch verstärkte „Bullemänner“ amüsieren im Klostersaal

„Der Westfale hat den Blues“

Lügde. Als die Kabarett-Truppe mit den meisten Auftritten im Klostersaal sind die „Bullemänner“ schon fast ein Wahrzeichen Lügdes. Zumal sie in ihren Persiflagen und Parodien den „typischen Westfalen“ karikieren – weshalb sie auch jedes Mal vor vollem Haus auftreten. Denn auch der lippische Ostwestfale den scheint einen oder anderen Bekannten in einer der Figuren wiederzuerkennen.

veröffentlicht am 17.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Sie bauen auf der gleichen Typologie auf: Minimalismus in allen Lebenslagen. Vor allem beim Sprechen. „Der Westfale hat den Blues“, beteuert Augustin Upmann zwar, fügt aber gleich hinzu, dass er es sich nicht anmerken lässt – was er gemeinsam mit seinem Partner Heinz Weißenberg szenisch in unterschiedlichsten Lebenslagen untermauert. So beschreiben sie den Bauern, der Jahre braucht, um mit seiner Angebeteten zusammenzufinden, oder die Drehleitertruppe der Feuerwehr Suchtrup, die zum „Christopher Street Day“ nach Osnabrück reist.

Feinsinnig gezeichnete westfälische Urgesteine

Das Publikum zeigte sich wieder einmal begeistert von den feinsinnig gezeichneten westfälischen Urgesteinen. Und auch die eingestreuten Kalauer wurden mit viel Lachen quittiert. Ob das Weiße Haus als „Obama sein Laden“ tituliert oder vom Märtyrer zum Zweitürer übergeleitet wurde – das Publikum hatte seinen Spaß.

Während der typische Westfale aber bleibt wie er ist (und nach Auffassung der Bullemänner schon zu Varus’ Zeiten war) haben sich die Kabarettisten weiterentwickelt: Die Sketche sind zwar nicht in den Hintergrund getreten, aber sie werden zugunsten der Musik ein wenig reduziert. Dafür haben sich die Bullemänner sogar mit einer Tastenfachkraft verstärkt. Svetlana Svoroba unterstützt das Duo mit dem E-Piano, mit dem Steinway-Klappstuhl und singend.

Zu bekannten Melodien gab es neue Texte. Der Russische Jasager am Telefon ging irgendwann in „Trios“ ersten Hit „Da da da“ über. Und die „Scorpions“ mussten für die Erkennungsmelodie eines Hähnchen-Großlieferanten herhalten: „Wings of change“. Und so gab es bis zur letzten Minute der Zugabe wieder einmal viel zu lachen.

Die „Bullemänner“ musikalisch – mit Tastenfachkraft Svetlana Svoroba am Steinway-Klappstuhl. Foto: yt

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