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Wie Dietmar Leweke Kontakt zu den Menschen seiner beiden Gemeinden sucht

Der neue Pfarrer wandert direkt ins Dorf

Falkenhagen. Ob der Wink mit dem Wanderstab nebst Rucksack und Landkarten zur Begrüßung im Einführungsgottesdienst den Ausschlag gab, sei dahingestellt. Fest steht indes: Dietmar Leweke nahm sich bald darauf vor, die diversen Dörfer seiner beiden neuen Gemeinden Elbrinxen und Falkenhagen zu erwandern. „Meine Zusage, zu den Menschen zu kommen, halte ich natürlich ein“, sagt der evangelisch-reformierte Pastor, gesteht aber: „Ich habe das ein wenig unterschätzt. Deshalb haben wir das Kennenlernen auf drei Etappen ausgedehnt.“

veröffentlicht am 14.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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Bei der ersten hatte der Geistliche jetzt reichlich Beistand: Zeitweise begleiteten ihn und seine Frau Reinhild sowie den Enkel Leonard mehr als zwei Dutzend Wanderer. Die Tour durch die Natur biete einen guten Rahmen, um mit Menschen in Berührung zu kommen, findet Leweke. „Man hat Zeit für Gespräche.“

Ein neuer Pfarrer, der Verzicht auf die Eigenständigkeit der Kirchengemeinden – das ist für alle Beteiligten noch neu. „Natürlich braucht das Zeit, aber wir sind auf einem guten Weg, mit diesen Veränderungen umzugehen“, glaubt der Geistliche. Schließlich sei das ganze Leben von Veränderungen geprägt, und auch die Kirche stehe immer wieder vor neuen Herausforderungen.

Eingelebt haben er und seine Frau Reinhild sich im „tollen Ambiente“ des Falkenhagener Klosters inzwischen durchaus. Gleichwohl mussten sie sich umstellen. So hat es Reinhild Leweke, die in Detmold Lehrerin ist, jetzt deutlich weiter zur Arbeit als früher. „Aber wir haben diesen Schritt vorab sehr ausführlich besprochen. Das kann nur funktionieren, wenn der Partner voll dahinter steht. Und das ist hier der Fall“, sagt Dietmar Leweke.

Was Augustdorf und seine neuen Gemeinden eint: Auch Falkenhagen und Elbrinxen liegen in Lippes Peripherie. Die Strukturen jedoch unterscheiden sich deutlich: Ist die Senne-Gemeinde seit dem Zweiten Weltkrieg von einst 2000 auf heute rund 9000 Einwohner angewachsen, so lässt der demografische Wandel im lippischen Südosten gewachsene Strukturen bröckeln. Ein Mittel dagegen sieht Leweke in der starken Gemeinschaft eines jeden Ortes. „Eine gewisse Rivalität“ zwischen den Dorfgemeinschaften hat er allerdings festgestellt. Dabei schwört er aufs Miteinander, wie seine beiden Gemeinden es bereits Schritt für Schritt vorleben. Doch bis man wirklich angekommen sei, brauche es viel Zeit, glaubt Leweke. Und die nimmt er sich schon bald erneut: Seine zweite Tour führt am 22. Juni nach Köterberg, Niese, Biesterfeld, Rischenau, und die Ziele von Wanderung Nummer drei sind am 6. Juli Henkenbrink, Elbrinxen, Ratsiek und Sabbenhausen. Wer mitwandern will: Los geht‘s jeweils um 9 Uhr. heb

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