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Lügdes künftiger katholischer Pastor muss Verbund aus sechs Gemeinden managen

Der Neue heißt Marc Stücker

Bad Pyrmont. Vor fast genau einem Monat, bei der Verabschiedung von Pastor Peter Hellersberg in den Ruhestand, bedauerte Dechant Klaus Fussy, Lügdes katholischer Kirchengemeinde noch keinen Nachfolger präsentieren zu können. Doch jetzt steht der Name des Neuen fest: „Er heißt Marc Stücker“, teilte gestern Thomas Throenle aus der Pressestelle des Generalvikariats in Paderborn auf PN-Anfrage mit.

veröffentlicht am 06.11.2013 um 20:29 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:26 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Ihren neuen Hirten werden sich Lügdes 2600 Schäfchen allerdings mit mehr als 10 000 anderen Katholiken teilen müssen. Denn Stücker wird nicht nur Pfarrer in der St.-Marien-Gemeinde, sondern zugleich Leiter des „Pastoralen Raumes Lippe-Süd“. Zu dem werden der bisherige Pfarrverbund mit Falkenhagen und Bad Pyrmont sowie die Gemeinden Schieder-Schwalenberg, Blomberg und Horn-Bad Meinberg zusammengeschlossen.

Der 50 Jahre alte Geistliche dürfte somit nicht zuletzt als Gemeinde-Manager gefordert sein. „Aber mit der Leitung von Pfarrverbünden kennt er sich aus“, sagt Erzbistums-Sprecher Throenle über den Pastor, der seine Stelle in Lügde zum 1. April 2014 antreten wird. Seit 15 Monaten leitet Stücker bereits einen Pfarrverbund in Hagen. Nun wird seine Mission dort früher enden als geplant.

Seine künftigen hauptamtlichen Kollegen aus den südlippischen Gemeinden hat Stücker schon kennengelernt, „und seit zwei Wochen weiß ich, dass ich nach Lügde komme“, sagt der Pastor, dem damit seit 1998 der achte Umzug bevorsteht.

Marc Stücker (50) wird ab 1. April 2014 Pastor in Lügde und Leiter des Pastoralen Raums Lippe-Süd.

Mit Blick auf sein künftiges Einsatzgebiet weiß der Pfarrer, dass hier eine Menge Arbeit auf ihn zukommt mit künftig 13 000 Mitgliedern in sechs Gemeinden. Aber er gibt sich optimistisch: „Ich bin zuversichtlich“, sagt er. „Denn hier gibt es viele engagierte Ehrenamtliche, die bereit sind, etwas für ihren Glauben einzusetzen.“ Auch angesichts der Entfernungen zwischen den Gemeinden hofft er, „dass sich Menschen vor Ort in Verantwortung hineinbegeben“. Er wolle sie jedenfalls dazu ermutigen und unterstützen.

Im Umgang mit Menschen ist der in Unna geborene, 2001 zum Priester geweihte Geistliche übrigens nicht nur aus seinen Einsätzen in diversen Gemeinden in Hamm, Lünen und Hagen vertraut. Von 1993 bis 1998 arbeitete Stücker, der neben Theologie auch Philosophie und Soziologie studiert und eine Weiterbildung in Betriebsorganisation draufgesattelt hat, als Personalreferent bei Ferrero in Stadtallendorf. „Damals störte es mich in der Kirche, dass die Dinge nicht immerzu göttlich, sondern oft menschlich zugingen“, sagte er vor rund einem Jahr der „Westfalenpost“. Seine Zeit in der freien Wirtschaft habe ihn aber gelehrt, „fehlerfreundlicher“ mit der Kirche umzugehen. Was ihn letztlich zur Kirche zurückbrachte: „Wir unterscheiden uns in der Botschaft, die wir für die Menschen haben.“

Der soziale Einsatz hatte Stücker schon früh interessiert. So leistete er als junger Mann freiwilligen Sozialdienst in Süditalien. Aus dieser Zeit rührt auch seine Sympathie für die italienische Küche und Kultur. „Ich freue mich, wenn ich Menschen an einen Tisch bringen und sie zur Kommunikation verführen kann“, hat Stücker seiner ehemaligen Lüner Gemeinde in einem Steckbrief über sich mitgeteilt. Spannenden Lesestoff entdecke er immer noch in der Bibel und in den großen Themen der Philosophie, heißt es dort weiter. Und: „Ich mag Science-Fiction, aber auch die Klassiker aus Literatur und Dichtung.“

Die hiesigen Gemeinden will Marc Stücker baldmöglichst kennenlernen. Bis ins kommende Jahr hinein ist er jedoch noch in Hagen voll gefordert.

Lügdes katholische St.-Marien-Gemeinde bekommt in knapp fünf Monaten einen neuen Pastor. Carlhermann Schmitt



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