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Werner Oelmann gibt Kommando ab

Der Hauptmann hört auf

LÜGDE. Es wird nichts mehr sein, wie es war, bedauerten die Schützenbrüder, als sie vernommen hatten, dass Werner Oelmann nicht mehr für den Vorstand der Schützenbruderschaft „St. Kilian“ kandidieren werde. Damit wird nämlich Oelmann auch nicht mehr als Hauptmann das Kommando beim nächsten Schützenfest innehaben

veröffentlicht am 11.03.2018 um 15:24 Uhr

So kannte man Werner Oelmann: So gab er als Hauptmann beim Schützenfest die Kommandos Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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„Kommandieren ist nämlich eine richtige Kunst“, wusste auch Brudermeister Dietrich Günnewich, dem durchaus klar war, dass sich mit dem Ausscheiden von Werner Oelmann eine Ära zu Ende neigt.

Immerhin gehörte Werner seit 1982 dem Vorstand der Bruderschaft an und hat mit seinem souveränen Auftreten als Hauptmann das Bild der Schützenbruderschaft nach außen ganz wesentlich mitgeprägt. Damit ist nun schon beim Schützenfest in diesem Jahr Schluss.

Nicht nur am Samstag des Schützenfests steht der Hauptmann im Mittelpunkt der Veranstaltung auf dem Rathausplatz. Er achtet auf die richtige Aufstellung und wenn bei der Proklamation die Schützen ihr Gewehr präsentieren oder die Regenten hochleben lassen. Und wenn der große Zapfenstreich gespielt wird. Das alles gilt es zu koordinieren. „Und dafür hatte Werner Oelmann ein richtiges Talent“, erklärte auch Konrad Schlieker, der sich für die vielen Jahre bedankte, in denen es Oelmann immer wieder gelungen sei, die Schützen würdevoll auftreten zu lassen. „Und das ist ihm mit seinem völlig unaufgeregtem Stil gelungen. Ein bedeutsamer Blick, nur die Andeutung einer Kopfbewegung und wir wussten alle, was oder auch wer gemeint war“, erinnerte sich Schlieker. Dass es sehr große Fußstapfen sind, die Werner Oelmann hinterlässt, war dem Brudermeister durchaus bewusst. „Aber auch er hat einmal angefangen. Und nun wird ein anderer, ein Jüngerer anfangen. Wir wollen ihm die Chance geben, in dieses Amt hineinzuwachsen.“ Wer das sein wird, wird der Vorstand noch entscheiden.

Von 7. Bis 9. Juli wird das Schützenfest stattfinden, zu dem Stefan Kruse zum Schützenkönig proklamiert wird. „Das wird wieder das herausragende Fest im Lügder Jahreskalender sein“, erklärte Lügdes Bürgermeister Heinz Reker bei deren Versammlung am Wochenende natürlich die Ehre gab.

Auch wenn das Schützenfest die vielen weiteren Feste in der Region spürt – „die Besucherzahlen haben nachgelassen“, bekannte der Brudermeister – an Bedeutung habe es noch immer nicht verloren, zeigte er sich überzeugt. Der Bürgermeister belegte das mit der Feststellung, dass viele – auch ehemalige Lügder – die Gemeinschaft im Schützenzelt suchten, um sich an das Lügde ihrer Jugend zu erinnern.

„Zudem haben wir mit 60 bis 70 Jungschützen auch eine sehr starke Jugendgruppe“, zählte Dietrich Günnewich auf. „Und die Jungen prägen gemeinsam mit ihren Freunden und Bekannten den Stil der Schützenfeste von heute, um sich in vielen Jahren hier wieder am zweiten Juliwochenende zu treffen, um die Erinnerungen aufleben zu lassen.“



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