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Lügdes Kinder- und Jugendchor mit zeitgemäßerem Namen / Beitragserhöhung gegen die Geldnot

Den „Liederkranz“ haben sie abgeworfen

Lügde (lia/jl). Sieben Monate lang haben sie überlegt – und jetzt den alten Zopf abgeschnitten: Lügdes Kinder- und Jugendchor hat den Zusatz „Froher Liederkranz“ abgelegt und firmiert ab sofort unter „Kinder- und Jugendchor Lügde von 1975“. Das klinge zeitgemäßer, findet der Vorsitzende Markus Tappe, der sich auch von der Umbenennung des Konzertchors in „Hast Du Töne“ eine Attraktivitätssteigerung sowohl für potenzielle Sänger als auch fürs Publikum erhofft. Darauf gebracht haben ihn die Neuzugänge bei den jungen Sängern. Denn denen klingt der Slogan des aktuellen Werbe-Flyers im Ohr. „Sie sagen, sie singen bei ,Hast Du Töne’ .“

veröffentlicht am 08.11.2010 um 20:18 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

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Die Singschule für die Jüngsten indes behält ihren Namen – nicht zuletzt durch die Intervention von Chorleiter Dirk Brödling. Er ist gegen „Schnickschnack“ und findet: „Der Name beschreibt genau, was dort stattfindet: Die Kinder lernen singen und Noten lesen.“

Damit sie das auch weiterhin tun können, musste der Verein jetzt allerdings erstmal dringend ein Finanzproblem lösen: Denn seine Einnahmen von 1983 Euro pro Jahr reichen vorne und hinten nicht mehr aus. „Wir bleiben jährlich auf 1500 Euro hängen“, überschlägt Markus Tappe. Deshalb schlug er jetzt bei der Versammlung des Chors Alarm: „Wenn wir nichts machen, sitzen wir in zwei Jahren hier und können den Verein auflösen.“

Um das zu verhindern, einigten sich Vorstand und Mitglieder auf eine Beitragserhöhung von bisher 24 auf künftig 60 Euro pro Jahr. Das heißt: Pro Monat zahlen die Mitglieder nun 5 statt 2 Euro. „Ich finde das mehr als angemessen“, sagt Romen Torres. „Wenn ich Qualität haben will, muss ich auch etwas dafür geben.“ Das sieht Markus Tappe ebenso: „Bei uns kann man mit der Stimme so viel machen und braucht dazu nicht mal ein anderes Instrument.“ Anderswo würden 30 Euro im Monat verlangt.

Schuld an den roten Zahlen sind die Fixkosten: Der Probenraum für die drei Chöre kostet 750 Euro im Jahr, und die beiden Profi-Chorleiter bekommen für die insgesamt zwölf monatlichen Proben 4800 Euro. Hinzu kommt: „In Lügde wird die Chorarbeit mit Kindern zu wenig honoriert“, stellt Tappe mit Blick auf die gesunkene Besucherzahl beim letzten Weihnachtskonzert fest. Zudem bedauert er, dass der Verein noch keinen Sponsor gefunden hat.

Trotz der finanziellen Engpässe sind sich Vorstand und Mitglieder einig, dass die Probleme „nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden“ dürfen. Für singende Geschwister und finanzschwache Mitglieder soll eine Lösung gefunden werden.

Auf der Suche nach neuen Aktiven kooperiert der Verein jetzt mit der Grundschule Holzhausen und hofft auch auf eine Zusammenarbeit mit der Lügder Grundschule.

Übrigens: Interessierte Mädchen und Jungen im Alter ab acht Jahren sind montags von 18 bis 18.45 Uhr im Lügder Kloster (Raum 1) zum Singen willkommen.

Markus Tappe rechnet den Mitgliedern die Höhe der fixen Kosten vor und erklärt zur Beitragserhöhung: „Wenn wir nichts machen, sitzen wir in zwei Jahren hier und können den Verein auflösen.“

Foto: lia



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