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Egon Hasse gibt im Ehrenamt auf die Landschaft Acht und spricht Fehlverhalten an

Dem Naturschutz verschrieben

LÜGDE. Sobald sich eine Zeit zur freien Verfügung anbietet, wandert Egon Hasse aus Harzberg durch Wald und Feld. Was er seit seiner Kindheit schon gerne tat, nämlich der Natur nahe zu sein, sie zu beobachten und zu schützen, hat nunmehr einen offiziellen Charakter erhalten. Seit Anfang Januar ist er für vier Jahre ein durch den Landkreis Lippe bestellter Beauftragter im Außendienst für die Naturschutzwacht im Kreise Lippe und damit ein fast amtliches Organ, wenn auch nicht mit weitreichenden Vollmachten versehen.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 17:30 Uhr

Alena Vogelsang und Egon Hasse haben auf der Landkarte den Bezirk 13.2 umrissen. Foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Für das Ehrenamt hat sich Egon Hasse beworben, weil ihm immer wieder weggeworfener Müll in der Landschaft, Beschädigungen von Hecken, Bäumen und Zäunen sowie nicht genehmigte Bauten und Anlagen, Aufforstungen oder die unzulässige Anwendung von Herbiziden in die Augen fiel und er diese Auswüchse gerne unterbinden wollte. Nun ist er mit einem Ausweis ausgestattet, der ihn legitimiert, Verursacher von Naturschädigungen auch nachdrücklich auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen, auf Abhilfe zu drängen und sich in der Folge der Unterstützung von Ordnungsamt oder Polizei zur Durchsetzung zu vergewissern.

Das Einzugsgebiet seiner Zuständigkeit ist fast riesig zu nennen, beginnt es doch südlich von Lügde, umfasst Elbrinxen mit einem großen westlichen Bereich und verläuft dann ebenfalls weitläufig um Rischenau herum. Niese, der halbe Ort Köterberg und Hummersen gehören dazu, wie auch Falkenhagen, Wörderfeld und Sabbenhausen. Amtlich heißt das „Bezirk 13.2 Lügde des Kreises Lippe“ und es grenzt an den Bezirk 13.1, der Lügde und Harzberg abdeckt und seit rund 30 Jahren von Hasses Kollegen Henning Dreiucker betreut wird.

Die Nähe zur Natur und ihre Erhaltung ist ein wesentlicher Antrieb Egon Hasses, der sogar manchmal nachts und mit seinem Sohn in der faszinierenden Flora des Weserberglandes unterwegs ist. Besonders nervt ihn, dass Menschen die Landschaft als Müllkippe betrachten, „denn wo erst einmal einer etwas wegwirft, tauchen bald andere auf, die dort auch ihren Müll entsorgen,“ ärgert sich Hasse. „Das geht gar nicht!“ Müll und Abfall sind einige Aspekte, die auch in der Dienstanweisung des Kreises Lippe im Aufgabenkatalog enthalten sind. So soll ein Beauftragter für den Außendienst darüber hinaus beobachten, ob jemand ungenehmigt irgendwo gräbt oder Boden aufschüttet, ob zwischen März und September an Gehölzen geschnitten wird, ob unzulässig Wege oder Grundstücke gesperrt werden und ob verbotswidriges Verhalten in besonders geschützten Teilen von Natur und Landschaft vorliegt.

Die Liste der Aufgaben ist lang, doch ist Egon Hasse gerne bereit, sein Engagement darin zu investieren. Ebenso interessiert an einer intakten Natur ist natürlich die Lügder Tourist-Information. Als Anlaufstelle für interessierte Wanderer und Touristen, die in der Schönheit des lippischen Berglandes unterwegs sein wollen, unterstützt sie mit Carolin Nasse und Alena Vogelsang den Naturschutzwächter und arbeitet mit ihm zusammen. Der Informationsaustausch über den Zustand von Egon Hasses Bezirk und im nötigen Fall aktiv zu werden, trägt dazu bei, etwa eine lückenlose und informative Beschilderung von Wegen und markanten Wegepunkten zu gewährleisten, Schäden frühzeitig zu beseitigen und so diesen Bereich auf Dauer attraktiv zu halten.



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