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EM: Sechsjähriger aus Lügde läuft an der Hand von Höwedes ins Stadion ein

Dass Schweini trifft, wusste Elias vorher

Lügde. Benedikt Höwedes und Thomas Müller haben die Nationalhymne mitgesungen. Das weiß Elias ganz genau. „Ich habe mich umgedreht und geguckt“, erzählt der Sechsjährige aus Lügde nach seiner Rückkehr von der Europameisterschaft aus Lille, wo er als Begleitkind vor dem Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Ukraine als Begleitkind an der Hand des Schalke-Spielers Höwedes im „Stade Pierre Mauroy“auflaufen durfte.

veröffentlicht am 14.06.2016 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Am liebsten hätte Elias zwar den Bayern-Spieler Müller begleitet, doch dass dies nicht geklappt, war am Ende egal. Und was alle Fernsehzuschauer und wohl auch viele der 50000 Besucher mitbekommen und gerührt hat, war sein sehr selbstbewusster Versuch, Höwedes abzuklatschen. Doch der war so angespannt, dass er darauf nicht reagierte.

Am Montagabend gegen 20 Uhr waren Elias und sein Vater Markus Tappe zurück in Lügde, voller Erinnerungen an „grandiose“ Tage, wie Tappe schwärmt. „Elias hat sich in der Gruppe der Begleitkinder so wohl gefühlt, dass er natürlich traurig ist, sie erst einmal nicht mehr zu sehen“, erzählt der Vater. „Zwei sind meine Freude, und wir werden uns verabreden“ stellt der junge Fußballfan klar. Gemeinsam waren die Kinder und ihre Eltern nach Evian an den Genfer See gereist, wo die Nationalmannschaft ihr Quartier hat. Dort trafen die Kinder nicht nur auf die Spieler André Schürrle und Julian Draxler, den Teammanager Oliver Bierhoff und den Co-Trainer Thomas Schneider, sondern auch auf den Sänger Mark Forster. Mit ihm übten sie die Nationalhymne, sangen seinen EM-Song und spielten Fußball. „Super, wie Mark Forster mit Kindern umgeht“, schwärmt Tappe.

Am Sonntag in Lille trennten sich die Wege von Vater und Sohn schon sechseinhalb Stunden vor dem Spiel. Der Vater unternahm mit anderen Eltern eine Stadtrundfahrt und wurde aus nächster Nähe Zeuge der Krawalle einiger deutscher Hooligans. Elias sah er erst wieder, als der an der Hand von Benedikt Höwedes hinter seinem Idol Thomas Müller vom 1. FC Bayern München auf den Platz lief. „Ich habe geheult wie ein Schlosshund, als ich Elias dort unten gesehen haben“, macht Markus Tappe keinen Hehl daraus, dass dieser Auftritt seines kleines Sohnes ihn emotional sehr berührt hat. Der war kurz zuvor auf die Spieler getroffen und Höwedes zugeteilt worden. „Der hat Hallo gesagt und ich auch“, erzählt Elias. Das war’s. „Die Spieler waren wahrscheinlich auf das bevorstehende Spiel fokussiert“, vermutet sein Vater. Kurz nach dem Anpfiff der Partie brachten Betreuer den Jungen zu ihm auf die Tribüne, wo sie dann den 2:0-Sieg der deutschen Elf feiern konnte. „Elias ist voll mitgegangen und war mitten im Spiel“, erinnert sich Tappe. Als dann kurz vor Schluss Bastian Schweinsteiger ins Spiel kam, wusste Elias was passiert: „Schweini schießt jetzt ein Tor, habe ich gesagt.“ Und so kam es dann auch. „Da ist er dann voll ausgerastet“, schmunzelt sein Vater.

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  • Mit den Fußballstars Toni Kroos, Sami Khedira, Benedikt Höwedes und Thomas Müller (v.li.) im Rücken steht Elias (Mitte) im „Stade Pierre Mauroy“ in Lille und blickt sich neugierig um.Foto: dpa
Elias mag Thomas Müller und lief mit Benedikt Höwedes in Lille ein. Hier ist er mit seinem Vater im Stadion. Foto: pr
  • Elias mag Thomas Müller und lief mit Benedikt Höwedes in Lille ein. Hier ist er mit seinem Vater im Stadion. Foto: pr
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  • Zurück im heimischen Tor samt EM-Medaille: Elias in seinem Begleitkind-Outfit. Foto: uk

Elias wurde wie auch die anderen Begleitkinder für seinen Auftritt mit roter Hose, gelbem Hemd, passenden Stutzen eingekleidet. „Auch Schuhe sind dabei, die allerdings ein wenig zu eng sind“, erzählt seine Mutter Mareike. Angemerkt habe man ihm das auf dem Platz im Stadion aber nicht. Eines seiner vielen Souvenirs ist ein deutsches Nationaltrikot, das ihm sein Vater gekauft und auf dem er Schürrle, Draxler, Bierhoff und Schneider unterschrieben ließ. Wichtiger aber als die vielen Souvenirs und Geschenke sind die Erinnerungen an diese ganz besonderen Tage.



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