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Wie sich Lügdes Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz nach dem Generationswechsel ausrichten will

„Das Zepter nicht aus der Hand nehmen lassen“

Lügde. Wenn die Lügder „Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz“ in den vergangenen Jahren öffentlich von sich reden machte, dann meist, weil ihre Spitze im Ringen um den Schutz der Emmer und der in ihr lebenden Fische auch nicht vor Auseinandersetzungen mit den Behörden zurückschreckte. So siegte die aus dem Anglerverein hervorgegangene Organisation im Sommer vor dem Verwaltungsgericht Minden mit ihrer Klage gegen die lippische Kreisverwaltung. Die Richter schlugen sich bekanntlich auf die Seite des Vereins und untersagten dem Kreis Lippe, kommerziellen Kanu-Unternehmen ab April Touren auf dem Fluss zu gestatten.

veröffentlicht am 07.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:36 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Jetzt hat es im Verein einen Generationswechsel gegeben: An der Spitze steht seither Klaus Zumhasch. Während einer Mitgliederversammlung wurde er zum Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Wolfgang Friese gewählt. Ihm zur Seite stehen als zweiter Vorsitzender Rüdiger Bode sowie Schriftführer Frank Brinkmann, Kassenwart Dirk Köchling, die Gewässerwarte Mirco Hundertmark und Michael Macha, Gerätewart Franz-Josef Stumpe sowie der alte und neue Jugendwart Alexander Moor. Der wird von Merlin Niemann unterstützt, der auch im Festausschuss sitzt.

Vor allem eines strebt der neue Vorsitzende an: „Wir wollen unseren Verein wieder außenwirksamer präsentieren und unsere Jugendarbeit intensivieren, vielleicht auch in den Schulen informieren.“ Zugleich betont Zumhasch: „Den Naturschutz wollen wir nicht vernachlässigen.“ Da werde man sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen lassen. Dazu gehöre auch, Wolfgang Frieses Ziel weiterzuverfolgen, dem Verein den Status als Naturschutzvereinigung zu sichern. Schon jetzt ist die derzeit etwa 100 Mitglieder zählende Gemeinschaft beim Umweltbundesamt als Umweltvereinigung gelistet. Aber der kleine Unterschied wäre ein großer: Mit dem Status Naturschutzvereinigung, hätte das Wort der Lügder noch ein anderes Gewicht. Denn solche Vereinigungen – wie etwa der BUND auf Bundesebene – haben mehr Möglichkeiten, gegen Umweltrechtsverstöße vorzugehen als andere. Wann sie wie beteiligt werden müssen, ist gesetzlich geregelt.

Das Ziel der Vereinsarbeit beschreibt Zumhasch so: „Wir wollen die Natur so unterstützen, dass sie annähernd in ihrer ursprünglichen Form überleben kann.“ In der Praxis bedeutet das: Die Aktiven setzen auch junge Fische in die Emmer hinein, die hier heimisch sind. „Zum Beispiel Bachforellen oder Jungaale“, sagt Zumhasch. Das tue man aber nicht etwa nur, um die Fische hinterher wieder zu angeln, wie mancher Außenstehende meint. Vielmehr gelte: „Naturschutz und Fischerei sind unmittelbar miteinander verbunden. Das eine zieht das andere nach sich. Wir müssen mithelfen, das natürliche Gleichgewicht zu bewahren.“So gelte es etwa, die Anzahl der Hechte und Zander in Grenzen zu halten, die vom Emmer-Stausee in den Fluss gelangt seien und angestammte Arten zunehmend dezimierten. Und auch das Kormoranproblem sei nicht zu unterschätzen.

Zumhasch zählt übrigens zu den alten Hasen im Verein: Seit 1974 ist der 55-Jährige schon Mitglied. Wie Wolfgang Friese bisher, so geht es dem neuen Frontmann der Lügder Fischerei- und Naturschutzgemeinschaft jetzt schon: Zum Angeln kommt er kaum. „Das habe ich in diesem Jahr erst einmal getan“, sagt er. Ob er beim Abangeln am 18. Oktober dazu kommt, weiß er auch noch nicht. Aber beim anschließenden Treffen im Anglerheim will er auf jeden Fall dabeisein.

Die neue Spitze der Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz (v.re.): Klaus Zumhasch, Mirco Hundertmark, Rüdiger Bode, Michael Macha, Franz-Josef Stumpe und Merlin Niemann. Nicht im Bild: Frank Brinkmann, Dirk Köchling und Alexander Moor. pr



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