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Versteigerung des ehemaligen Forsthauses ohne Erfolg

Das war dann wohl nichts

LÜGDE/HUMMERSEN. Sogar einen Rechtsanwalt und Notar hatte Auktionator Ulrich Thomas Grothoff am Donnerstagabend im Schlepptau, als er im „Hotel Holland Haus“ zur Versteigerung des ehemaligen Forsthauses schritt. 30 Interessenten waren gekommen, ein Angebot gab niemand ab.

veröffentlicht am 13.07.2018 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 13.07.2018 um 18:50 Uhr

Auktionator Ulrich Thomas Grothoff (li.) versucht, das Forsthaus Hummersen an den Mann oder die Frau zu bringen.Foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Schon am späten Nachmittag hatten rund 30 Personen das Vierfamilienhaus am Vogelsang besichtigt, und Grothoff schien guten Mutes, dieses Interesse auch in einen Versteigerungserfolg ummünzen zu können.

In einer freien Versteigerung, das heißt, nicht aus einer Zwangsvollstreckungs- oder Notlage heraus, kann ein Eigentümer einen Immobilienauktionator beauftragen, seine Immobilie meistbietend an den Mann zu bringen, und so lag der Einstiegspreis trotz einer aufwendigen Sanierung bei nur 69 000 Euro.

Hinzugerechnet werden müssen im Verkaufsfalle allerdings 7,14 Prozent Auktionsaufgeld und die Kosten für die Grundbucheintragung. Trotzdem kann man im Falle des Forsthauses in seiner guten Lage und in seinem Zustand von einem Schnäppchen sprechen.

Dem Publikum im voll besetzten Thekenraum legte Ulrich Thomas Grothoff zunächst die Bedingungen dar, die einer freien Versteigerung zugrunde liegen, wie beispielsweise der Nachweis einer Bietsicherheit, die Auskunft über die Zahlungsfähigkeit eines Bieters liefert. Dann die entscheidende Frage: „Ist denn außer denen, die sich die Versteigerung nur als Zuschauer ansehen wollen, jemand im Saal, der bereit ist, zu bieten?“

30 Menschen schauten sich gegenseitig an, warteten auf den einen Fingerzeig, doch nichts geschah. Niemand ließ sich zu einem Gebot verlocken, niemand zeigte mehr als neugieriges Interesse. So musste Rechtsanwalt Wilfried Mehl aus Schieder-Schwalenberg unverrichteter Dinge wieder die Heimreise antreten.

Immerhin konnte Hummersen mit diesem Versteigerungsversuch die erste freie Versteigerung in Lügde für sich verbuchen, und man ist schon im Dorf auf den 31. August gespannt. Dann nämlich soll das „Hotel Holland Haus“ selbst zur Versteigerung kommen, und Ulrich Thomas Grothoff nutzte die Zeit, um schon einmal Werbung dafür zu machen. Dann wird die große Immobilie, die sich in einem hervorragenden baulichen Zustand befindet und einen Verkehrswert von 1,3 Millionen Euro hat, für nur 26 Prozent dieses Verkehrswertes angeboten.

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