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280 Tonnen lagern in der Halle – wie sich Lügdes Bauhof für die Eis- und Schneezeit gewappnet hat

Das Streusalz reicht, der Winter kann kommen

Lügde (jl). Mancher Meteorologe hat zwar schon einen Jahrtausendwinter prophezeit. Aber: Ginge es nach den Männern vom Lügder Bauhof, dann könnte sich der Winter noch ein bisschen Zeit lassen. Denn ihre fast 1800 Arbeitsstunden aus der letzten Schnee- und Eissaison sind ihnen noch in lebhafter Erinnerung.

veröffentlicht am 23.11.2010 um 21:14 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

„Damit werden wir auf jeden Fall auskommen“, sagt Bauhof-Leiter Uwe Rinsche mit Blick auf den Lügder Streusalz-Vorra
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Im Winter prägt das Wetter ihre Tage. Da stehen sie mitten in der Nacht auf, um die wichtigsten Straßen bis 7 Uhr morgens befahrbar zu kriegen. Wenn’s hart kommt, sitzen sie schonmal fast anderthalb Arbeitstage am Stück hinterm Steuer ihrer beiden großen Räum- und Streufahrzeuge.

Doch immerhin: Was die Bevorratung mit Streusalz angeht, sind Uwe Rinsche und seine Männer bestens gerüstet: In ihrer rund 100 Quadratmeter großen Halle an der Pyrmonter lagern 280 Tonnen Salz. Seit Juli. Das hatte Rinsche, im Verbund mit anderen Gemeinden aus dem Kreis Lippe, schon im April geordert. Obgleich der so ausgehandelte Sommerpreis etwas günstiger lag als bei einer Order kurz vor knapp, haben die Kosten in diesem Jahr leicht angezogen. Kostete die Tonne Salz vor einem Jahr noch etwa 60 Euro, so schlug sie nun mit knapp 63 Euro zu Buche. Plus 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Doch mit Blick auf den riesigen weißen Berg im Lager kann der Bauhof-Chef dem Winter immerhin halbwegs gelassen entgegensehen: „Damit werden wir auf jeden Fall auskommen“, ist Rinsche sicher – und überschlägt: „Im letzten Winter haben wir 220 Tonnen verbraucht.“

Theoretisch hätte er die Halle auch noch ein bisschen voller machen können. „Aber das Salz ist nur vier, fünf Jahre lagerfähig.“ Und man wisse ja nicht im Voraus, ob der Bauhof nur sieben, acht Einsätze fahren müsse wie vor ein paar Jahren oder 60, wie im letzten Winter.

So schlug die bis in den März hinein letzte andauernde Schnee-Periode denn auch in der Stadtkasse gehörig zu Buche: 130 000 Euro kostet der Winterdienst alles in allem. Im Jahr zuvor waren es nur 80 000 Euro gewesen.

Fest steht für Uwe Rinsche, trotz des vor vier Jahren per Ratsbeschluss ausgedünnten Lügder Streuplans, ohnehin: „Wir haben immer mehr zu tun, als wir schaffen können.“ Aber der Bauhof-Leiter muss damit leben, denn er weiß: Angesichts der prekären Finanzlage der Stadt wäre eine Aufstockung seines Personals nicht drin. So sammeln die Männer beim Räumen jede Menge Überstunden an, die sie im kommenden Sommer abfeiern müssen. Dass dann Arbeit liegen bleibt, schmeckt Rinsche nicht, ist aber ebenso wenig zu ändern.

Übrigens: Schon heute sollten die Autofahrer in Lügde besonders achtsam unterwegs sein. Denn für die Nacht sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt vorausgesagt. Und der Regen könne in Schnee übergehen.

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