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Bauausschuss entschied sich für Standort in Sabbenhausen / Nicht mal einen Tag später steht es schon

Das Pony ist wieder da

Lügde. Endlich! Die Pony-Frage ist geklärt. Das bronzene Shetland-Pony, das bis zu den Bauarbeiten am Pflaster auf dem Lügder Markt stand, kommt nach Sabbenhausen. Das entschied der Bauausschuss am Donnerstag. Auf dem neuen Dorfplatz soll es künftig stehen. Für die Diskussion um das Pony wurde eigens eine Verwandte des Künstlers Heinrich Drake geladen. (XXX) Gottwald erläuterte dem Ausschuss, warum es ganz im Sinne ihres Onkels sei, das Pony nach Sabbenhausen zu bringen. „Er wollte immer, das etwas von seiner Kunst in seiner Heimat steht“, sagte sie. Der Standort vorm dem Rathaus – das Pony stand seit 1994 dort – sei ein Kompromiss gewesen. „Es gab ja keinen zentralen Platz in Sabbenhausen, wie heute den neuen Dorfplatz.“ Außerdem sei Drake in Ratsiek geboren und im Ort zur Schule gegangen. „Ich weiß, dass es wirklich ein Wunsch von ihm war“, sagte die Nichte. Zudem habe Lügde ja schon eine so schöne Innenstadt, das Pferd auch noch in die Kernstadt, etwa ans Ehrenmal, zu stellen, hält sie daher für keine gute Idee. „Das Pferd geht ja Lügde nicht verloren und es wäre schön, wenn die Dörfer das bekommen würden.“ Ausschussvorsitzender Thomas Blum, der der Diskussion um die Skulptur offenkundig überdrüssig war – „wir haben hier auch noch andere Dinge zu besprechen“ – ließ im Anschluss die Ausschussmitglieder ihre Argumente vortragen. Alle Beteiligten, bis auf Jörg Eickmann (SPD) stimmten der Nichte des Künstlers vorbehaltlos zu. Eickmann nutzte das Wort, um erneut darauf hinzuweisen, dass seiner Meinung nach das Pony am besten im Emmerauenpark aufgehoben wäre. „Ich kann den Vorschlag nachvollziehen, aber meine Kinder sind mit dem Pony aufgewachsen und irgendwie gehört es nach Lügde“, sagte er. „In Sabbenhausen gibt es auch Kinder, warum sollten wir denen das verwehren?“, fragte ein Mitglied. Bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen wurde die Pony-Frage schließlich zugunsten Sabbenhausens entschieden. Günter Loges vom Bauamt sagte abschließend, dass es auch einen Antrag zum Erwerb des Kunstwerkes bei ihm eingegangen sei. Jemand wollte das Pony offenbar kaufen.

veröffentlicht am 06.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

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Autor:

von Julia rau
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Ortsbürgermeister Karl-Heinz Klus ist über die Entscheidung sehr glücklich: „Ich freue mich und das ganze Dorf freut sich, wenn ich denen gleich sage, dass wir das Pony haben“. Er muss schon den Ausgang geahnt haben, denn das Pony war seit vier Wochen in der Kita am Dorfplatz gelagert. „Als ich das vorhin rausgeholt habe, haben die Kinder schon gefragt, ob das Pony wieder in den Stall kommt“, sagt Klus. Er, Ralf Wagner und Fritz Brenker stellten es gestern auf. Die Bohrlöcher für die Befestigung waren schon vorbereitet. Die vierjährige Tia, die gerade aus dem Kindergarten abgeholt wurde, wagte den ersten Ritt.

2 Bilder
Tia saß als Erste auf.


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