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Wie sich die Kommunalwahl-Kandidaten auf diversen Plakaten in Lügde präsentieren

Das lächelnde Ringen um die Wählergunst

Von Juliane Lehmann

veröffentlicht am 31.07.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:21 Uhr

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Lügde. Knapp einen Monat vor dem großen Tag geht er in Lügde jetzt auch optisch los: der Kampf um die Stimmen der Wähler. Nachdem die Grünen schon vor Tagen plakatieren ließen, obwohl ihre Partei bei den Kommunalwahlen am 30. August nur noch auf Kreisebene anzukreuzen ist, sind jetzt auch die anderen nachgezogen.

Landrat Friedel Heuwinkel präsentiert sich auf großen Tafeln lässig-verlässlich mit der linken Hand in der Hosentasche seines grauen Zwirns und lässt auf allen Ebenen „Innovation aus Tradition“ erwachsen.

Derweil blickt sein sozialdemokratischer Herausforderer Kurt Kalkreuter im Kleinformat geradezu gewitzt über den Rand seiner Brille. Was die SPD-Wahlkampfstrategen dazu brachte, auch noch eine Lupe ins Bild zu setzen, bleibt indes schleierhaft. Sofern der Betrachter das Hilfsgerät im Vorbeifahren überhaupt als solches erkennt, fragt er sich, ob da einer Landrat werden will, der nur noch mit der Lupe lesen kann. Wogegen ja nichts einzuwenden wäre – nur, dass der Gag bestimmt ganz anders gemeint ist.

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Die Liberalen wiederum setzen großflächig auf die Angst – und zwar die konkrete vor einem Nationalpark.

Lügdes Freie Wähler hingegen sparen sich die Werbung für ihre Wahlzeitung auf. „Wir machen keine Plakate, weil das unnütz ausgegebenes Geld ist“, sagt FWG-Fraktionschef Jürgen Hundertmark. „Ich gehe davon aus, dass man uns kennt, weil unsere Leute vor Ort in den Vereinen aktiv sind.“ Stattdessen spende seine Gruppe den drei Freibädern Lügde, Elbrinxen und Hummersen jeweils 250 Euro. Ebenso bedacht würden das Dorfgemeinschaftshaus Rischenau, die Photovoltaikanlage in Sabbenhausen und das TuS-Sporthaus in Lügde. „Das machen wir immer so.“

Einer, der nicht auf Plakate verzichten wollte, ist Heinz Reker. Mit dem harmonieträchtigen Slogan „Gemeinsam mehr erreichen“, den übrigens auch der NRW-Landesverband des Bundes zur Förderung Sehbehinderter nutzt, posiert Lügdes einziger, parteiloser Bürgermeisterkandidat vor der Kulisse der Stadt. Und auch die Logos von CDU und SPD, die ihn nominiert haben, finden sich auf den Tafeln.

Reker zahlt seine Plakate zwar aus eigener Tasche. Beim Hängen aber kann er auf die Christ- und die Sozialdemokraten bauen, die sein Konterfei im stattlichen Format an über zwei Dutzend exponierten Stellen in der Stadt und ihren Ortsteilen platzieren werden. Ansonsten setzen die Parteien auf die Präsenz vor Ort. Bei diversen Treffs mit Bratwürstchen und Bier sowie mit Infoständen suchen die den Kontakt zu den Wählern.

Wer sich ein Bild über die Standpunkte der Lügder Ratsfraktionen machen will, hat dazu am Donnerstag, 20. August, Gelegenheit. Dann lädt die Kolpingsfamilie alle Interessierten zu einer Podiumsdiskussion in den Klostersaal.

Oben: Die Kreis-CDU und die Liberalen werben großflächig. Links: Die Grünen setzen mit ihren Sprüchen auf den Aha-Effekt beim zweiten Blick.

Oben: Chris-tian Tennie und Christo-pher Deppe hängen ein Plakat von Heinz Reker auf. Rechts: Kurt Kalkreuter posiert mit Lupe.



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