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Restaurierung der Anlage auf dem Friedhof Sabbenhausen abgeschlossen

Das Kreuz erstrahlt in neuem Glanz

SABBENHAUSEN. An der Stirnseite des Friedhofs in Sabbenhausen ist es jetzt wieder in voller Pracht zu sehen: das rund drei Meter hohe Kreuz ist nach einer grundlegenden Sanierung wieder ein optischer Anziehungspunkt.

veröffentlicht am 18.12.2017 um 16:48 Uhr

Karl Marx, der vor mehr als vier Jahrzehnten das Steinkreuz goss, entwarf jetzt auch die Anlage um das Kreuz. Foto: afk

Autor:

JOACHIM KRAUSE
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Initiatoren dieser Erneuerungsmaßnahme, die vom Steinmetzfachbetreib Ferlemann aus Blomberg unterstützt wurde, sind die Sabbenhausener Karl Marx und Prälat Heinrich Festing. Bis 1970 war Sabbenhausen eine selbstständige Gemeinde mit einem evangelischen und einem katholischen Friedhof. Nach der Eingemeindung in die Stadt Lügde wurden auf Anregung der damaligen Stadtvertreter Otto Fischer und Karl Marx aus dem Ortsteil die beiden Friedhöfe um die 1966/67 in Eigenleistung erbaute Friedhofskapelle zu einem gemeinsamen Friedhof zusammengelegt.

Dabei musste das alte sehr zerfallene Eichenkreuz am Eingang des katholischen Friedhofs ersetzt werden. Diese Aufgabe nahm sich seinerzeit Karl Marx an. „Nach Rücksprache mit dem damaligen katholischen Pfarrer in Falkenhagen schuf er anstelle des Holzkreuzes ein Steinkreuz aus Sichtbeton. Unterstützt wurde er dabei vom Künstler Paul Marx aus Henkenbrink, der die Gravierung des Corpus Christi ausführte“, berichtet Heinrich Festing.

Nach so vielen Jahren, der Witterung ungeschützt ausgesetzt, war das Kreuz zuletzt leider sehr verwittert und außerdem mit Algen, Moos und Pilzen befallen. „Deshalb war jetzt eine grundlegende Restaurierung vonnöten“, sagt der Prälat, der sich darüber freute, dass verschiedene Vereine des Dorfes dieses Vorhaben unterstützten.

Zufrieden mit der Restaurierung des Steinkreuzes unter Einbeziehung des Grabes von Pfarrer Heinrich Marx und der Neugestaltung derer Anlage auf dem Sabbenhausener Friedhof (v.l.): Dietmar Ferlemann, Prälat Heinrich Festing und Karl Marx. Foto: afk
  • Zufrieden mit der Restaurierung des Steinkreuzes unter Einbeziehung des Grabes von Pfarrer Heinrich Marx und der Neugestaltung derer Anlage auf dem Sabbenhausener Friedhof (v.l.): Dietmar Ferlemann, Prälat Heinrich Festing und Karl Marx. Foto: afk

Auch Bürgermeister Heinz Reker hat finanzielle Hilfe zugesagt. „Diese Sanierung des Kreuzes ruft auch für die jüngere Generation die Geschichte der Eingliederung der Dörfer in die Kernstadt in Erinnerung“, hebt Festing einen weiteren Aspekt heraus.

Bereits im Spätsommer hatte der Natursteinbetrieb Dietmar Ferlemannn aus Blomberg die Arbeiten am Kreuz mit einer Reinigung begonnen. Im nächsten Schritt wurde es dann imprägniert. „Wegen der wechselhaften Witterung zogen sich die Arbeiten hin“, berichtet Ferlemann, der zum Abschluss die Konturen der Christus-Figur in den Farben Rot und Gold nacharbeitete.

Karl Marx, der sich noch gut daran erinnern kann, wie er vor weit mehr als vier Jahrzehnten dieses Steinkreuz in Form goss und schließlich an seinem noch heutigen Standort aufrichtete, war es auch, der einen Plan für eine Neugestaltung des Umfeldes um das Symbol entwarf. „Es ging auch darum, das dort benachbarte Grab des Pfarrers Geistlicher Rat Heinrich Marx aus Henkenbrink deutlicher herauszuheben“, sagt er. Sein Gestaltungsplan erhielt die Zustimmung von Festing und von der Friedhofsverwaltung der Stadt Lügde. Der Zugang ist von dem Fachunternehmen nun mit 180 roten Betonplatten auf rund 30 Quadratmetern in der Form eines Kelches ausgelegt worden.

Beide, Prälat Heinrich Festing und Karl Marx, zeigen sich mit dem Ergebnis dieser Restaurierungsaktion jetzt hoch zufrieden: „Unser Friedhof erstrahlt mit dieser würdigen Anlage jetzt in neuem Glanz.“



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