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Über 6000 zahlende Gäste schauen sich den Osterräderlauf in Lügde an

„Das ist schon ein Erlebnis“

Lügde. Lügde hat es am Ostersonntag wieder richtig krachen lassen. Die Dechen inszenierten mit dem Osterräderlauf ein Spektakel, das die gesamte Fangemeinde begeisterte. „Wenn du da am Rand stehst und ein riesiges Feuerrad kommt an dir vorbeigedonnert – so richtig in 3D – das ist schon ein Wahnsinnserlebnis“, versuchte ein Lügder Teenager einer Gruppe Gleichaltriger auszumalen, was gleich auf sie zukommen wird. Er lotste sie den Berg hoch, damit sie den feurigen Kolossen bei ihrer Fahrt vom Osterkreuz hinab ins Tal möglichst nahekommen. „Die werden irre schnell, und wenn du dann die Hitze fühlst, und wie die Erde unter deinen Füßen vibriert, das ist Elementargewalt.“

veröffentlicht am 02.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:41 Uhr

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Die Jugendlichen waren nicht die Einzigen, die möglichst nah an die Feuerräder herankommen wollten. Und so mussten sich die Dechen immer wieder Platz schaffen, damit sie die riesigen mit Stroh gestopften Räder an die Startrampe rollen konnten. Dann wurde zentimetergenau ausgerichtet, die Kanone abgefeuert, das Stroh in Brand gesetzt und das Rad abgestoßen. Hunderte von Kameras, Fotoapparaten und Smartphones waren auf die Räder gerichtet, die sich zunächst ganz gemächlich in Bewegung setzten und immer mehr Fahrt aufnahmen. Als wollten die Zuschauer sie ganz weit nach unten treiben jubelten und schrien sie hinterher, um letztlich ihre Fahrt mit Beifall zu quittieren. Drei der sechs Räder rollten auch tief ins Tal, die anderen blieben schon etwas früher in den Banden hängen, waren aber immer noch gut genug gelaufen, um den begeisterten Beifall der Menge zu rechtfertigen. Für viel Begeisterung sorgte auch das abschließende Feuerwerk der Firma Rohr, das Lügde vom Berg aus betrachtet wie mit einem Feuerfunkenregen zu überziehen schien.

„Wir machen eine Woche Urlaub hier“, erzählte eine Familie aus Leipzig, die extra für den Osterräderlauf nach Lügde gekommen war. „Und es ist wirklich traumhaft hier“, befand das Ehepaar die Inszenierung des Emmerauenparks als Bauernmarkt mit seiner Illumination, für die Marktbetreiber Elmar Meilenbrock knapp 2000 Kerzen, Flammschalen und Fackeln in und an der Emmer brennen ließ.

Den gesamten Nachmittag über, während die Dechen am Berg die Eichenräder stopften, gab es schon einiges im Park zu erleben. Ob tierische Kunststücke einer Hundeschule oder eindrucksvolle Pop- und Rock-Musik der hochkarätigen „Schurken“ – es war für jeden Geschmack etwas dabei. Und auch die Nachtschwärmer wurden bedient: Im brechend vollen Festzelt ging die Party richtig los, nachdem das letzte Osterrad ins Tal gerollt war.

3 Bilder
Schmiedemeister Georg Petau zeigt Timo auf dem Bauernmarkt, wie man eine Pfeilspitze schmiedet.

Einen Tag nach dem alljährlichen Spektakel am Ostersonntag zeigte sich Deche Dieter Stumpe mit den Besucherzahlen beim diesjährigen Osterräderlauf zufrieden. „Der Abwärtstrend wird langsam gebremst“, sagt er. Trotz des kalten Wetters seien über 6000 zahlende Gäste in die Emmer-Stadt gereist, um die brennenden Räder den Berg hinunterrollen zu sehen. „Das waren etwa so viele, wie im vergangenen Jahr.“yt/jbr

So werden Osterräder auf ihren feurigen Lauf vorbereitet: Italienische Austauschschülerinnen schauen den Dechen bei ihrer Arbeit zu. yt(4)

Während die Dechen mit ihren Osterrädern durch die Stadt ziehen, vergnügen sich andere mit Zuckerwatte auf dem Jahrmarkt im Emmerauenpark.



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