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PCG-Geschäftsführer erklärt, was in der Müllsortierung an der Pyrmonter Straße alles passieren soll

Containerdienst zieht nach Lügde

Lügde. Müllsortierung, Abfalllagerung schön und gut, aber wie sieht das dann genau aus und was macht die Pyrmonter Containerdienst GmbH & Co. KG später an der Pyrmonter Straße? Das Unternehmen will dort einen zweiten Firmenstandort etablieren und mietet dafür das Grundstück an der Pyrmonter Straße neben Mirschel-Automobile. Drei alte Arbeiterhäuser werden dafür demnächst abgerissen. An ihre Stelle kommt dann die Müllsortierung (wir berichteten).

veröffentlicht am 09.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

von Julia Rau
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Angedacht sind auf dem Gelände in Lügde ein Bürogebäude, eine Sortierhalle, eine 50-Tonnen-Waage und in die Erde eingelassene Steinboxen, „wir wollen da nämlich auch Schüttgut verkaufen“, sagt der PCG-Geschäftsführer Marc Habigtsberg. Die Sortierhalle wird einmal 25 mal 30 Meter messen. Der Müll, der ankommt, wird von Hand auf verschiedene Haufen innerhalb der Halle sortiert. Deren Wände werden gedämmt.

Nachdem der Müll sortiert wurde, geht er in die Verwertung. „Verwertung geht immer über Entsorgung“, sagt Habigtsberg. Papier etwa wird recycelt. Alles, was nicht aufbereitet werden kann, geht in die Müllverbrennung. Dafür zahlt die PCG, anderswo erhält sie Geld für den Müll. Etwa 15 Anlieferungen bekommt die PCG zurzeit am Tag, schätzt Habigstberg. Dennoch käme die Halle immer wieder auf einen „Punkt null“. „Es lagert nie viel Müll hier“, sagt Dorothea Frölich, ebenfalls in der Geschäftsführung. „Wir halten schon in der Gutenbergstraße in Bad Pyrmont unsere Mitarbeiter an, auch auf die Lautstärke zu achten und zum Beispiel den Müll nicht aus großer Höhe in einen Container fallen zu lassen.“ Obwohl man abends oder nachts eh nichts auslade.

Beißenden Gestank oder enormen Lärm müssten die Nachbarn somit nicht befürchten, versichert sie. Zudem sei man im Vorfeld auf die direkten Nachbarn zugegangen. Dort sei die Stimmung bislang positiv. „In der Gutenbergstraße haben wir mit den Nachbarn seit Jahren guten Kontakt“, bekräftigt Frölich. Außerdem werde es nach jetzigen Planungen einen Wall hinter der Halle an der Pyrmonter Straße geben, der soll als weiterer Lärmschutz dienen. Auch die Politik hatte Ende 2013 bei der Bauvoranfrage nichts einzuwenden.

Die PCG GmbH hatte nach einem zweiten Standort gesucht, da die Firma stetig wächst, das 75 000 Quadratmeter große Gelände in Bad Pyrmont nicht mehr ausreicht und auf lange Sicht die Bereiche Containerdienst und Gerüstbau auch räumlich getrennt werden sollen. Nachdem die Suche nach einem geeigneten, etwa 16 000 Quadratmeter großen Gelände 2013 begann, bot sich neben dem in Lügde nur noch eines in Holzhausen an. „Aber das ist aus verkehrstechnischer Sicht nicht gut“, sagt Frölich. Marc Habigtsberg übernimmt voraussichtlich, sobald die Anlage an der Pyrmonter Straße steht, den Containerdienst, Gerüstbaumeister Sascha von Hollen kümmert sich in Bad Pyrmont um den Gerüstbauzweig. Im Jahr 2009 wurde die PCG GmbH gegründet. Damals waren dort zehn Mitarbeiter angestellt. Heute sind es 18. Zehn werden, so sieht es zumindest die Planung vor, an der Pyrmonter Straße arbeiten. „Zwei bis drei neue Arbeitsplätze als Kraftfahrer und Mitarbeiter auf dem Platz werden dort geschaffen“, so Habigtsberg.

Die Entsorgungsdienste sind natürlich immer gefragt, und „Bad Pyrmont und Lügde sind für uns starke Wirtschaftsstandorte“, sagt Habigtsberg. Das Umweltbewusstsein der Menschen habe sich geändert. Es klinge paradox, aber das schlage sich auch in vermehrten Müll nieder. „Die Leute laden, nicht mehr so viel im Wald oder so ab“, meint Frölich. Müll sammelt PCG im Umkreis von 50 Kilometern. Die Strecken zur Verwertung können bis zu 300 Kilometer lang sein.

Marc Habigtsberg soll den Laden in Lügde später einmal schmeißen. Noch stehen Container und Gerüste auf einem Hof, das soll sich mithilfe des zweiten Standortes ändern. jmr



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